26. 09. 2021
Wach auf von den Toten!

Der Verlauf der Meisterschaft der Spaßliga Ost ist das Ergebnis der seit 2017 eingetretenen Nivellierung des Bewerbs nach unten. Elektra verliert gegen das "K-Team" 0:4 und zuletzt gegen den bisher sieglosen Tabellenletzten Wiener Neustadt 0:2, führt aber ungeachtet dessen punktegleich mit die Tabelle an, weil parallel dazu die blau-gelbe Urstrumpftante über ihre hohe Nase von ihrer Hohen Warte stürzte. Die Viktoria zeigt gegen den "Fußball in Hernals" beim 1:8 wenig Gloria, bleibt aber trotzdem vor diesem, da Weinstabls Mannschaft die Gegner sonst wenig zum Weinen bringt. Dazu kommt Stripfing, über dem der Fußballhimmel nicht und nicht "aufkleert".

Die Pointe dieser Melange bleibt, dass ohnedies nur die Vienna in der Lage sein wird, tatsächlich aufzusteigen. Hält beispielsweise das "K-Team" diese in der Regionalliga zurück, so erschwert das die eigenen Aufstiegschanchen in der nächsten Saison, in der - wie in jeder nächsten Saison - angeblich alles, sogar das Erreichen des gelobten Landes der Bundesliga, möglich sein soll. Auf wenigstens einen kann sich der "Fußball in Hernals" aber immer verlassen: Auf "El Capitano" Dimov, der gegen Traiskirchen - die "Schirchen" - wieder pünktlich wie die Uhr seine gelbe Karte erhielt und deshalb nächste Runde gesperrt sein wird. Bei aller Beständigkeit fehlt dem Spieler aber in dieser Saison noch eine Kleinigkeit: Dimi, wach auf von den Toten, was is´ mit der nächsten Roten?!


26. 09. 2021
Weniger Wahlen!

Der Wunsch der Damen und Herren des "K-Teams" nach Verlängerung ihrer Funktionsperioden auf 38 Monate und damit auf mehr als drei Jahre offenbarte ihr Wesen. Auf diese Idee kamen im Sport-Club nicht einmal ein Draxler, Nouza oder Sharif.

Die treibende Persönlichkeit hinter der Statutenänderung soll dem Vernehmen nach Herr Krapf-Günther David gewesen sein. Dieser war bereits maßgeblich dafür verantwortlich, dass der Wiener SK mangels Durchführung der statutenmäßig vorgesehenen Wahlen durch die Vereinsbehörde von Amts wegen aufgelöst wurde. Die Gewerbeberechtigung von Krapf-Günther David spiegelt jenes bemerkenswerte selbständige Schaffen wider, das ihn offenbar für eine möglichst lange Funktionsperiode qualifiziert. Er ist immerhin zur "Zurverfügungstellung bürotechnischer Einrichtungen und die Durchführung von Büroarbeiten, eingeschränkt auf Schreibarbeiten, die Adressierung, Kuvertierung, Paketierung von Poststücken, die Durchführung von Botengängen sowie die Entgegennahme und Weitergabe von telefonischen oder im Wege anderer Kommunikationsmittel eingelangten Nachrichten" berechtigt.

Offenbar konnte Krapf-Günther David bei dem Gedanken, dass bereits nach zwei Jahren wieder gewählt und dadurch seine eigene Funktion zur Diskussion gestellt werden sollte, nicht ruhig schlafen. Das beweist, dass zu häufige Wahlen für Funktionäre ungesund sind! Außerdem führen solche Abstimmungen laut "K-Team" zu unnötigem "organsiatorischen Aufwand" und gefährden sie die "Kontinuität" der Arbeit der Vereinsleitung. Auf den Punkt gebracht, heißt die Parole in der Volksrepublik Nord-Dornbach: "Weniger Wahlen ersparen Kummer und Qualen ...."


25. 09. 2021
Die Kagraner Musketiere





Am 02.10.1967 rückten mit Norbert Hof, Peter Schmidt und Willy Kaipel gleich drei Sport-Club-Spieler in die Kagraner Kaserne zum Präsenzdienst ein. Dort war mit Toni Linhart bereits ein vierter WSC-Fußballer ansässig.

Der Burgenländer Kaipel war als solcher mehr an Burgen als an Kasernen gewöhnt und verlegte daher umgehend mit einer Grippe ins Heeresspital nach Stammersdorf. Dort hielt er sich bis zum Samstag-Morgen am 07.10.1967 auf, an dem er zum Match gegen Sturm in Graz abgeholt wurde. In der "Gruabn" vereinigte er sich mit den Wehrmännern Hof, Schmidt und Linhart zu einer militärisch mäßig erfolgreichen Fußball-Kompanie des WSC, die lediglich 1:1 spielte. Vier Kagraner Musketiere, die hauten den Sport-Club net vire ...........


25. 09. 2021
"Wir sind die Wichtigen von Wien ....."

Herr Peter Juznic, Förderer des "Fußball in Hernals" und ehemaliger Gemeinderatsabgeordneter der SPÖ, fiel bei einer Zusammenkunft des "K-Teams" am 22.11.2010 dadurch auf, dass er behauptete, Mitglied des Kaders der "Juventus-Mannschaft" des Wiener Sport-Club gewesen zu sein, obwohl er am 01.10.1958 erst fünfzehn Jahre alt war und nicht einmal dem WSC angehörte. Bei der Versammlung am vergangenen Dienstag wollte Herr Juznic ganz im Geiste der Werte eines Viktor Adlers wissen, wo denn auf der geplanten neuen Haupttribüne des Dornbacher Stadions der VIP-Club zu finden sein werde.

Herr Juznic möge der Melodie der "Arbeiter von Wien", des alten Kampfliedes der Wiener Sozialdemokratie, für sich persönlich einen neuen Text unterlegen: "Wir sind des VIP-Clubs getreue Kämpfer, wir sind die Wichtigen von Wien ......."


25. 09. 2021
Der Toto-Held





Am Abend des 11.03.1967, einem Samstag, standen die Resultate von elf der zwölf Spiele der Toto-Runde des damaligen Wochenendes fest. Offen war nur noch das Ergebnis der Sonntag-Partie des Wiener Sport-Club gegen den GAK am 12.03.1967.

Ein Wiener, der gerade in ein Verfahren über die Anerkennung seines Invaliden-Status einschließlich dazugehörigen Pensionsanspruchs verstrickt war, freute sich darüber, dass er alle bisherigen elf Toto-Ergebnisse richtig getippt hatte. Im zwölften und letzten Spiel war der WSC sein Wett-Favorit. Der Herr überlegte, wie er dem Glück, das bekanntlich ein Vogerl ist, Nahrung geben könnte und schickte noch am Samstag Abend ein Telegramm an den Sport-Club, in dem er für jeden in Graz gegen den GAK erzielten Treffer 1.000,-- Schilling als Prämie auslobte. Prompt gewann der WSC durch Treffer von Matousek (2), Hof und Rafreider mit 4:0! Die 4.000,-- Schilling konnte sich der Toto-Held leisten, zumal ihm der Zwölfer 70.023,-- Schilling einbrachte ...........


24. 09. 2021
Die nächste Schularbeit

Laut "Kronen Zeitung" vom heutigen Tag will Herr Beljan mit dem "K-Team" einiges erreichen und "nächstes Jahr aufsteigen". Er meint damit die nächste Saison.

Der "Fußball in Hernals" ist der Rekord-Meister der Vorschusslorbeeren. Für ihn gibt es niemals ein "Heute", sondern immer nur das "Morgen"! Der Aufstieg liegt immer vor dem "K-Team", nie hinter ihm. Genauso verhält es sich mit dem Bau der neuen Haupttribüne. Nicht dieses, sondern nächstes Jahr sollen die Bagger anrollen. Das war allerdings 2017, 2018, 2019 und 2020 auch schon so. Das "K-Team" erinnert an einen Schüler, der nach Hause kommt und seiner Mutter stolz das Schularbeitsheft zeigt: "Schau, ich habe einen Einser bekommen!" Darauf die Mutter verärgert: "Wieso einen Einser, da steht doch ein Fünfer!" Der Schüler noch verärgerter: "Aber Mama, ich rede doch nicht von dieser, sondern von der nächsten Schularbeit ...."


24. 09. 2021
Weder Hand noch Henkel!




Oben: Der "Cup in Black"! Der 124 Jahre alte und heute vor 110 Jahren vom WSC gewonnene Challenge-Pokal trägt aus Protest gegen das "K-Team" seit Jahren schwarz und symbolisiert damit das Verhältnis zu den Herren Raml, Krapf-Günther David, Direktor Adolf Solly und Konsorten: Wir reichen ihnen weder Hand noch Henkel ......


23. 09. 2021
Der Hühnersteg

Herr Krapf-David Günther hatte bei der Versammlung des "K-Teams" am 08.09.2021 Kritiker am Abriss des Stehplatzes an der Kainzgasse mit der Behauptung zu beschwichtigen versucht, dass es einen - von ihm nicht näher beschriebenen - Ersatz für den vom "Fußball in Hernals" hingerichteten ältesten Teil des Dornbacher Stadions geben werde.

Diese Aussage von Herrn Krapf-David Günther stand im Widerspruch zu allen bisherigen Mitteilungen des "K-Teams" zu diesem Thema. Sie wurde prompt vom am 08.09.2021 nicht anwesend gewesenen Herrn Palme bei der Versammlung am 21.09.2021 mit dem Hinweis widerlegt, dass die projektierte Verbreiterung des Spielfeldes auf 68 Meter unter Berücksichtigung der Ausmaße der geplanten neuen Haupttribüne jede Nachfolge für den abgerissenen Stehplatz an der Kainzgasse ausschließen würde.

Vielleicht hofft Herr Krapf-David Günther trotzdem, eine nach ihm zu benennende zusammenklappbare Hühnersteg-Tribüne in den Spalt zwischen Outlinie und Holzplanke hineinzwängen zu können ....


23. 09. 2021
Aus dem „Neuen Wiener Tagblatt“ vom 25.09.1911: Der Wiener Sport-Club gewinnt vor 110 Jahren den Challenge-Cup!

Das "Neue Wiener Tagblatt" berichtete in seiner Ausgabe vom 25.09.1911 vom Sieg des Wiener Sport-Club im Challenge-Cup-Finale am 24.09.1911 wie folgt: "Der Verteidiger des Cups, der Ferenczvarosi T.C. aus Budapest, war in Begleitung von etwa 60 „Schlachtenbummlern“ mit seiner besten Mannschaft in Wien eingetroffen. Keiner der berühmten Cracks, wie Rumbold, Borbas, Schlosser, Szeitler, Payer, Brody, Weinberg etc., fehlte und so war die Hoffnung auf sein siegreiches Abschneiden umso berechtigter, als sein Gegner, der Wiener Sport-Club, nach den bisherigen Resultaten der Herbstsaison keineswegs in jener Form zu sein schien, die man für einen ebenbürtigen Kampf gegen Ungarns Meisterklub nötig hielt. Wie so oft im Fußballsport kam es auch in diesem Match, anders als man glaubte. Der Wiener Sport-Club, der erst vor acht Tagen gegen den Sportklub Rapid die Segel streichen musste, zeigte gestern ein hochklassiges Spiel, das weit über seinen bisherigen Leistungen stand. Der Sport-Club, der es nur allzusehr liebt, die Kombination zur Fruchtlosigkeit zu übertreiben, sie mit unnützen Künsten zu verzieren, fand gestern jene Spielweise, die ihm am besten liegt und die auch unbedingt zum Erfolge führen muss.

Nicht im kurzen, zeitverschwenderischen Zuspiel über die Breitseite des Platzes, sondern im steilen Zupassen suchte die Mannschaft ihr Heil. Die Flügel brachten den Ball schön vor und die Innenstürmer trachteten dann mit Außerachtlassung aller riskanten, überschüssigen Aktionen den Endzweck, den Goalschuss, zu erreichen. Die Mannschaft, die von gutem Geist beseelt war, arbeitete im ausgezeichneten Einverständnis. Die Verteidigung war besser wie gewöhnlich, großartig Wackenreuther als Half. Die Ungarn, die eine physisch schwere Mannschaft stellten, erfüllten nicht ganz die in sie gesetzten Erwartungen. Bei glänzender technischer Ausbildung ließ sie doch den frischen Zug nach vorn, den energischen Goalschuss, vermissen. Der berühmte linke Flügel Borbas und Schlosser war zwar manchmal sehr gefährlich, aber Krojer hielt ihn doch ziemlich sicher. Das Match war ein würdiger Abschluss der diesjährigen Challenge Cup-Konkurrenz und ein durchaus spannender Kampf.

Am Anfang setzt sich der Ferencvarosi T.C. längere Zeit im Lager der Wiener fest, es kam zu einigen kritischen Situationen, speziell einmal schien die Lage der unsrigen bedenklich, als Müller das Tor verließ und Krojer an ihn den Ball zurückspielen wollte. Glücklicherweise ging das Leder „out“. Ein darauffolgender Corner gegen den Wiener Sport-Club verlief resultatlos. Allmählich gewinnt der Sport-Club Terrain. Die kolossalen Einwürfe Wackenreuthers gefährden das ungarische Tor wiederholt, aber er kommt lange Zeit zu keinem Erfolg. Erst bis die Wiener durch glänzende Kombination die gegnerische Verteidigung passieren, gelingt es Schmieger, von kurzer Distanz das Leder ins gegnerische Tor zu schießen. Mit 1:0 werden die Seiten gewechselt.

Das Publikum, das einen überlegenen Sieg Transleithaniens erwartet hatte, war angenehm überrascht, die Wiener so lang in der Führung zu sehen. Auf einen schließlichen Sieg der unsrigen wagten freilich noch die wenigsten zu rechnen, um so mehr Freude bereitete es, dass der Sport-Club auch nach der Pause das Heft in der Hand behielt. Der Ferencvarosi T.C., der sich vergebens bemüht, eine kunstvolle Kombination aufzubauen, kann den Wienern nicht gefährlich werden. Die Verteidigung Krojer und Braunsteiner wehrt die Angriffe mit Elan ab, und was noch zur Abwehr übrig bleibt, besorgt der Tormann Müller mit seltener Umsicht und Ruhe. Der Wiener Sport-Club-Angriff, einmal in Schwung, ist nicht mehr zu halten. Von den Flügelmännern Müller II und Mayringer werden meist die Attacken eingeleitet und von den Innenstürmern fortgesetzt. Anlässlich eines Corners beim ungarischen Tor fällt der zweite Treffer. Vier gestreckte Körper springen zugleich in die Höhe, und richtig erhascht einer mit dem Kopf den Ball, der im nächsten Moment im Netze ist. Die Partie steht nun 2:0 für Wien, erst jetzt wagt man, an den schließlichen Erfolg des Wiener Sport-Club zu glauben. Die Mannschaft spielt heute viel zu solid und vorsichtig, als dass so leicht eine Überrumplung wie im Match Rapid – WSC möglich wäre. Diese Mannschaft weiß aber nicht nur an dem errungenen Vorteil festzuhalten, sondern den Vorsprung noch zu vergrößern. Müller und Mayringer können noch einen dritten Treffer erzielen, womit Ungarns Niederlage besiegelt ist. Sie geben zwar den Kampf nicht resigniert auf, aber den Glauben an ihren Sieg haben sie verloren. Wenn sie noch weiter kämpfen, so tun sie es in der Hoffnung, dass ihnen zur Verbesserung des Resultats auch noch ein Treffer zuteil wird. Aber auch das sogenannte Ehrengoal bleibt ihnen versagt, da sich diesmal die Verteidigung des Sport-Club als unüberwindlich zeigt. Der Timepfiff ertönt, das Match, das Herr Komar als Schiedsrichter leitete, ist zu Ende. Im Nu strömt das enthusiasmierte Publikum über das Feld und feiert die wackeren Spieler des Sport-Club, die an diesem Tage einen ihrer schönsten Siege erfochten haben."


22. 09. 2021
"Das wissen wir auch nicht!"

In den "Alszeilen" - der Stadionzeitung des "K-Teams" - vom 17.09.2021 näherte sich deren Chefredakteur Herr Orou mit folgenden Zeilen wieder einmal einem der Kernthemen des Fußballsports: "Wenn man Musiker*in ist und nach einem Konzert im Bett liegt, kommt der Kopf oft nicht zur Ruhe. Viele Fragen tauchen auf: Wie war ich? War es zu kurz? Warum mache ich das? – Notiz an mich: neue Rubrik einführen, Titel: „Fragen, die sich nach dem Sex und nach Konzerten stellen lassen.“"

Das ist das, was die Anhänger des "Fußball in Hernals" immer schon über ihre Mannschaft und deren Spieler wissen wollten: Was denkt sich Herr Orou nach dem Sex und nach Konzerten?! Die von ihm geplante neue Rubrik der "Alszeilen" wird daher bei den Lesern ein großer Erfolg werden. Wie war Herr Orou in der Nacht vor dem Match in Form, besaß er genug Kondition und Kreativität, konnte er mit seiner Leistung zufrieden sein? Diese Fragen bewegen die Menschen auf den noch nicht abgerissenen Tribünen des "Dornbacher Stadions". Und wenn Chefredakteur Christian Orou trotzdem weiter an sich zweifeln sollte: "Warum mache ich das?" Dann möge man ihn trösten: "Das wissen wir leider auch nicht ..."


21. 09. 2021
"Demokratie, das ist nicht viel ............"

Punkt 11. der vom "K-Team" für die heutige Versammlung vorgelegten Tagesordnung lautet "Anpassung der Vereinsstatuten".

Die wohl wichtigste dieser geplanten "Anpassungen" betrifft die Dauer der Funktionsperioden von Präsidium, Vorstand und Aufsichtsrat. Diese sollen laut Vorschlag der Vereinsleitung jeweils von bisher 24 Monaten auf sage und schreibe 38 Monate, also um mehr als ein Jahr verlängert werden. Die Begründung dafür könnte aus der Feder eines Putin oder Orban stammen. Wörtlich wird das Folgende ausgeführt:"Eine Verlängerung ..... wäre wünschenswert, damit die Arbeit kontinuierlicher weitergeführt werden kann, es verringert den organisatorischen Aufwand und erhöht die Kontinuität."

Man möge sich das auf der Zunge zergehen lassen: Der organisatorische Aufwand von alle zwei Jahre stattfindenden Wahlen erschwert die Arbeit der Vereinsleitung! Weniger Wahlen fördern dagegen die Kontinuität, weil dadurch die Macht von vornherein länger in den selben Händen bleibt. Am Ende käme ein vor der Zeit, weil schon nach zwei Jahren gewählter Störenfried noch auf die Idee, mit der Errichtung der Haupttribüne zu beginnen, die Frage der Haftung für den bisherigen Verzug des Bauvorhabens zu prüfen, endlich einen Hauptsponsor zu finden sowie einen Lizenz-Antrag für die Bundesliga zu stellen. Diesen Risiken will sich das "K-Team" verständlicherweise erst wieder nach 38 Monaten und damit im November 2024(!) aussetzen.

Hieß die Parole einst "Mehr Demokratie wagen!", so lautet heute das Programm von Raml und Kameraden "Demokratie, das ist nicht viel, selten wählen heißt unser Ziel!" ...........


20. 09. 2021
Das Eigentor in der ersten Halbzeit

Auf seiner Homepage veröffentlichte das "K-Team" erste "Ticketinfos" zum Match gegen die Vienna am 15.10.2021.

Die Leitung des "Fußball in Hernals" sollte die Anhänger auch darüber in Kenntnis setzen, wer die Verantwortung dafür übernimmt, dass der im Juni 2020 abgerissene Stehplatz an der Kainzgasse für dieses Match nicht mehr zur Verfügung steht. Wer kommt für die dadurch entgehenden Einnahmen aus dem Karten- und Kantinenverkauf auf?! Nach Vorstellung der Herren Raml & Co wahrscheinlich die Jetti-Tant!

Der Skandal der Verschleppung der Sanierung des "Dornbacher Stadions" besitzt viele Facetten. Eine benützbare Tribüne ersatzlos abzureißen, um dann für die Fortsetzung des übrigen Vorhabens wiederum Jahre inne zu halten, ist nur eine davon. Dieser Abriss erinnert an das Handeln einer Fußballmannschaft, die deshalb in der ersten Hälfte ins eigene Tor schießt, weil sie nicht über die Geduld verfügt, den Seitenwechsel abzuwarten .....


20. 09. 2021
S.O.K. !

Laut eigener Beschreibung des "K-Teams" befand es sich beim Spiel gegen den FC Viktoria im "Torrausch". Auf einen Rausch folgt in der Regel ein Kater, im Falle des "Fußball in Hernals" ein "Torkater".

In den beiden Partien nach dem Treffer-Gelage gegen die Meidlinger reichte es für das "K-Team" nur mehr für ein einziges Tor, das zudem aus einem Elfmeter fiel. 12 der 18 vom "Fußball in Hernals" in der laufenden Saison geschossenen Meisterschaftstreffer wurden in nur 2 der bisher 8 ausgetragenen Partien - beim 4:0 gegen Elektra und eben beim 8:1 gegen Viktoria - erzielt. Gegen Elektra war das "K-Team" 86 Minuten in numerischer Überzahl, gegen Viktoria profitierte man von der durch Corona bedingten Schwächung des Gegners sowie von dessen taktischer Großzügigkeit. Der Torrausch des "Fußball in Hernals" wurde dadurch verursacht, dass ihn die Polster-Mannschaft auf acht Runden sportliches Freibier einlud.

Die restlichen 6 Meisterschaftspartien des "K-Teams" zeigen ein ganz anderes Bild: Nur 1 Sieg und bloß 7 Punkte bei einer Tordifferenz von 6:7! Das stellt vor dem Hintergrund, dass die Regionalliga Ost nach dem Ausscheiden von Amstetten, Austria II, Ebreichsdorf, Horn, Mattersburg II, Rapid II und Ritzing nur mehr ein sportlicher Schatten ihrer selbst ist, eine Enttäuschung dar. Der nunmehrige 5. Platz des "Fußball in Hernals" bedeutet weniger als der 10. Rang in der alten Ostliga. Nicht umsonst sind vor dem "K-Team" ausschließlich Vereine platziert, die vor kurzer Zeit noch der 4. Spielklasse angehörten. Der alte Ostliga-Adel hat abgedankt, der "Fußball in Hernals" wurde dadurch zum tabellarischen Emporkömmling ohne sportlichen Wert. Das "K-Team" ist eine Schönwetter-Mannschaft, die die Gunst der Stunde liebt und ausnützt, der aber die Kräfte versagen, wenn Gegenwind aufkommt und sich der Nebel einer konsequenten Verteidigung vor dem gegnerischen Tor senkt. Dann gibt es für den "Fußball in Hernals" kein Durchkommen und heißt die Parole: "S.O.K! Save our "K-Team" ...."


19. 09. 2021
Anrühren, umrühren und was dann noch fehlt!

In dem auf seiner Homepage veröffentlichten Spielbericht beklagt sich das "K-Team" darüber, dass Draßburg "in der 2. Hälfte nur mehr Beton angerührt" habe.

Die Damen und Herren des "Fußball in Hernals" mögen über das Anrühren des Betons nicht angerührt sein. Einerseits hätte das "K-Team" im Strafraum der Draßburger selbst umrühren können, andererseits sucht es schon seit Jahren eine burgenländischen Maurer-Partie, die bereit wäre, für den geplanten Neubau der Haupttribüne Beton zu mischen. Nun fand man diese in der Kampfmannschaft des ASV Draßburg. Jetzt fehlt nur noch die Fusion mit dem FC Mauerwerk und schon ist die Tribüne fertig .........


19. 09. 2021
Ein Dornbacher Speedy Gonzales

Die Fans von Philip Dimov waren am Freitag wahrscheinlich enttäuscht, dass es "El Capitano" trotz seines ersten Saison-Einsatzes über 90 Minuten nicht gelang, zum 15. Mal in seiner Karriere als Spieler des "K-Teams" in einem Meisterschaftsmatch ausgeschlossen zu werden.

So blieb eine wegen "Meckerns" in der 54. Minute gezeigte gelbe Karte die einzige zählbare Ausbeute für Herrn Dimov. Zu seiner Rechtfertigung muss angemerkt werden, dass er gegen Draßburg in Vertretung von Herrn Csandl den letzten Mann gab, das Match aber überwiegend in der Hälfte des Gegners stattfand und es daher "El Capitano" schwer fiel, ein zweites Mal in Hörweite des sich auf das Spielgeschehen konzentrierenden Schiedsrichters zu kommen. So laut konnte Herr Dimov gar nicht "meckern"!

Als Trost für alle wahren "Dimovisten" sei darauf hingewiesen, dass der Spieler überlegen die Statistik der gelben Karten des "K-Teams" in der laufenden Ostliga-Saison anführt. Zwar erhielt Herr Berkovic bisher schon 6 gelbe und Herr Dimov nur 4 gelbe Karten, aber Ersterer benötigte dafür 614 Minuten, während "El Capitano" für seine Leistung bloß 218 Minuten zur Verfügung standen. Welchen Einsatz Herr Dimov dabei an den Tag legte, beweist die Tatsache, dass er beim Spiel gegen Admira II am 27.08.2021 eine gelbe Karte - ebenfalls wegen "Meckerns" - verbuchen durfte, obwohl er gar nicht aufgestellt war, sondern während der ganzen Partie auf der Bank saß. Herr Dimov hatte sich von außerhalb des Spielfeldes zu Wort gemeldet. Die Gesamtübersicht der gelben Karten ergibt folgendes Bild:

 
gelbe Karten Einsatzminuten Minuten pro Karte
01. Dimov 4 218 54
02. Berkovic 6 614 102
03. Beljan 3 537 179
04. Andrejevic 1 292 292
05. Haas 2 630 315
06. Vasiljevic 1 390 390
07. Buzuk 1 409 409
08. Csandl 1 487 487
09. Pfaffl 1 536 536
10. Josic 1 596 596
11. Gusic 1 720 720
11. Prögelhof 1 720 720
13. Kriwak 0 711 -
13. Pajaczkowski 0 422 -
13. Außenegg 0 270 -
13. Redzic 0 226 -
13. Küssler 0 107 -
13. Haladej 0 30 -
13. Klaric 0 5 -

Um diese Tabelle ins richtige Licht zu rücken, ist festzuhalten, dass auf "Dimi" nur 2,99 % der Einsatzminuten aller Spieler, aber 17,39 % der gelben Karten des "K-Teams" entfallen. Ein Dornbacher Speedy Gonzales, dieser "El Capitano" ....."


18. 09. 2021
Präsidentinnen statt Taxifahrerinnen

Gestern wurde in Dornbach auf einem Transparent zum "Sturz des Patriarchats" aufgerufen. Hier sollte das "K-Team" mit gutem Beispiel vorangehen und eine Präsidentin wählen. Dass Herr Raml, nicht gerade ein "Braveheart", gerne einen (Schotten)-Rock über seinem "Ungeheuer von Loch Ness" trägt, ist nicht weiblich genug.





Im Falle des WSC tat man auf wienersportclub.at seine Pflicht, indem man im Jahr 2015 gemeinsam mit den Wasserballern die Wahl von Kurti Reichinger, dem Verfasser der oben abgebildeten Zeilen, verhinderte. Statt dessen wurde Frau Dipl. Ing. Bernadette Adrian-Schäffer als erste Präsidentin des Wiener Sport-Club durchgesetzt. Diese war und ist den Herren Raml und Reichinger in jeder Hinsicht turmhoch überlegen. Frauen sollten Vereine als Präsidentinnen zum Erfolg und nicht alkoholisierte Vereinsmeier als private Taxifahrerinnen nach Hause führen .......


18. 09. 2021
"Toni, lass uns polstern! "

Herr Weinstabl setzt bekanntlich nach eigener Erklärung weniger auf Resultate als auf die Entwicklung seiner Mannschaft. Tatsächlich sind gute Ergebnisse genauso die Folge einer positiven Entwicklung, wie umgekehrt enttäuschende Resultate ein Zeichen für mangelhafte Leistungen sind. Für diese Erkenntnis braucht man kein Inhaber einer UEFA Pro-Lizenz sein. Es genügt, zu wissen, dass das Ziel des Fußballspiels seit seiner Einführung darin besteht, mehr Tore als der Gegner zu schießen.

Draßburg stand vor dem Spiel gegen das "K-Team" regeltechnisch auf einem Abstiegsplatz und steht danach noch immer auf einem solchen. Daran ändert nichts, dass aus der Regionalliga Ost regelmäßig überhaupt niemand absteigt. Gestern holten die Burgenländer gegen einen sehr schwachen "Fußball in Hernals" ihren ersten Auswärtspunkt und blieben sie in der Fremde ebenfalls zum ersten Mal ohne Gegentor. Das "K-Team" gewann dagegen in den letzten fünf Runden nur die "Polster-Schlacht" gegen den FC Viktoria, bei der Herr Weinstabl aus gesundheitlichen Gründen nicht auf der Bank saß. Auch der Vergleich mit dem Vorjahr beweist eindeutig die negative Entwicklung nach 8 Runden:


2020/21 "K-Team" 8 Spiele 6S 1U 1N 13:4 19P
2021/22 "K-Team" 8 Spiele 3S 4U 1N 18:8 13P

Somit fiel der Punkteschnitt trotz Schrumpfliga dramatisch von 2,38 auf 1,62 Zähler pro Partie. Dass sich das "K-Team" gegenüber der Spielzeit 2020/21 hinsichtlich der Zahl der erzielten Treffer und der Tordifferenz verbesserte, verdankt es ausschließlich dem taktischen Harakiri des Trainers des FC Achterpack-Viktoria am 03.09.2021. Wer also in Dornbach eine positive sportliche Entwicklung will, muss "Gloria Viktoria!" rufen und die Meidlinger jedes Wochenende zu einem Rendezvous einladen: "Toni, lass uns polstern ..."


17. 09. 2021
Im Wörthersee untergetaucht

Die FPÖ war neben dem WFV die zweite wesentliche Geburtshelferin des "K-Teams". Man kann daher beim heutigen Match gegen Draßburg getrost von einem "Kickl" statt von einem "Kick" des "Fußball in Hernals" sprechen.

Ohne die im Frühjahr 2002 erfolgten Interventionen von FPÖ-Klubobmann Ing. Westenthaler und des damals unter Führung der Obfrau der Freiheitlichen Partei, Frau Magistra Riess-Passer, stehenden Ministeriums für sportliche Angelegenheiten wäre die sportliche Schiebung der Etablierung des "Fußball in Hernals" nicht gelungen und könnte Herr Hetterich heute nicht den von ihm in Verfolgung seiner wirtschaftlichen Interessen betriebenen Network-Geschäften nachgehen. Schon aus Dankbarkeit sollte "Violetterichs" Platz daher in den Reihen der "Freiheitlichen Wirtschaft" sein.

2002 war das angebliche "antifaschistische Gewissen" der "FreundInnen der Friedhofstribüne" auf Urlaub gegangen und in Jörg Haiders Wörthersee untergetaucht .....


17. 09. 2021
Die "Freundin"

Wie hieß die Freundin des heute verheirateten Obmanns der Anhängervereinigung Kurti Reichinger? Kurtisane!

Kurti Reichinger setzte 1990 der "Freundin" ein feministisches Denkmal, indem er sie in seinen in der Nummer V des Fanzines "schwarz auf weiß" veröffentlichten Katalog von im Zusammenhang mit dem Wiener Sport-Club stehenden Typen von Menschen aufnahm. Kurti Reichinger beschrieb damals - vom "Fanatiker" bis zum "Trinker" - insgesamt 10 Klischees. Mit Ausnahme der "Freundin" waren fast alle ausschließlich männlich, lediglich "Das Anhängervereinigungsmitglied" besaß auch noch eine weibliche Seite: "Ist im Allgemeinen Pensionist. Hebt sich durch korrekte Kleidung (Anzug bei Herren, Zweiteiler bei Damen) von den Übrigen ab."

Für die "Freundin" war typisch, dass ihr das männliche Gegenstück - also der "Freund" - fehlte und sie zur Angehörigen von Kurtis abstinenter weiblicher Hilfstruppe degradiert wurde: "Die Freundin - Interessiert sich nur im Ausnahmefall für Fußball. Brilliert durch ihre bewundernswerte Nüchternheit, wenn der Bus wieder in die Alszeile einbiegt. Einziger Lichtblick für alle anderen bei Auswärtsniederlagen. Ewiger Taxifahrer vom Sportclub-Platz nach Hause." Was würde Kurtis sehr resolute Ehefrau nach dem Studium dieser Zeilen ihres Machos sagen? "Kurt, das Taxi is´ furt ..."


16. 09. 2021
Herr Mahdalik, ehemaliger Sport-Club-Spieler und heutiger FPÖ-Gemeinderat, im Interview

Interviewer: Herr Mahdalik, in der Kronen Zeitung vom 15.09.2021 wurde ein offenbar von Ihnen initiierter Artikel veröffentlicht, der sich mit der noch immer nicht durchgeführten sogenannten "Sanierung" des Dornbacher Stadions auseinandersetzt. Wieso beschäftigten Sie sich gerade jetzt mit diesem Thema, sind Sie zufällig darauf gestoßen oder wurden Sie von jemandem damit befasst?

Herr Mahdalik: Ich fahre öfters dort vorbei. Ich bin dort aufgewachsen. Meine Schwester wohnt am Rebenweg, ca. 500 Meter entfernt. Ich bin den ganzen Sommer mit dem Rad´l unterwegs gewesen, in ganz Wien, und bin zu den Steinhof-Gründen gefahren und dabei in Dornbach vorbeigekommen. Ich habe gar nicht gewusst, wie weit die Sanierung ist, wie es um sie steht und war völlig überrascht, als ich gesehen habe, dass da bisher gar nichts weitergegangen ist. Ich habe gesehen, eigentlich ist es noch immer gleich und da habe ich ein paar Fotos gemacht. Ich habe mich dann im Internet erkundigt, wann es eigentlich hätte fertig sein sollen. Und ich weiß eigentlich bis jetzt nicht genau, woran es gelegen ist, dass es noch immer nicht fertig ist. Ich bin ja im Grunde daran interessiert, dass es endlich einmal fertig wird und daher habe ich, weil es immer die beste Möglichkeit ist, Öffentlichkeit zu generieren, die Kronen Zeitung kontaktiert, damit es vielleicht ein bissl schneller geht mit der Sanierung. Die Kronen Zeitung hat das interessiert. Das ist ja wirklich schon eigenartig, wieso da nichts weitergeht.

Interviewer: Wenn man die Entwicklung kurz rekapituliert, so gab es 2017, 2018 und 2020 jeweils Pressekonferenzen, bei denen stets der baldige Baubeginn angekündigt wurde, am 23.06.2020 sogar mit einem feierlichen Spatenstich. Nur begann man nicht zu bauen, sondern riss man im Gegenteil mit dem Stehplatz an der Kainzgasse den ältesten Teil der Anlage nieder. Die letzte Beschlussfassung im Gemeinderat fand im Oktober 2018 statt. Vielleicht können Sie sich daran erinnern. Angeblich soll Ihnen das Projekt aber bald wieder im Gemeinderat begegnen, weil die 2018 genehmigte Fördersumme von EUR 6,25 Millionen, soweit sie nicht schon verbraucht wurde, auf Grund des Verzugs und der inzwischen eingetretenen Teuerung nicht mehr ausreicht, das Projekt im geplanten Umfang zu finanzieren. Daher muss man das Bauvorhaben reduzieren, neu bewilligen und neu ausschreiben.

Herr Mahdalik: Weil Sie sagen, dass etwas von der Förderungssumme verbraucht wurde: Was wurde verbraucht, es ist ja nichts gebaut worden?!

Interviewer: Natürlich wurde nichts gebaut, aber es sind Kosten aufgelaufen für den Abriss des Stehplatzes an der Kainzgasse, für geringfügige Arbeiten auf der blauen Tribüne und der Friedhofstribüne sowie für Planungs- und Beraterleistungen. Dafür wurden insgesamt bereits mehrere hunderttausend Euro aufgewendet. Und meine Information ist eben, dass das neue, weil verkleinerte Projekt im Oktober oder November 2021 im Gemeinderat beschlossen werden soll.

Herr Mahdalik: Aha? Okay ......., also wenn wir das noch einmal in den Gemeinderat kriegen, dann befürchte ich, dass das jetzt nicht 2022 fertig wird. Ich hoffe es natürlich, aber jetzt haben wir die 6,25 Millionen 2018 beschlossen und bis heut´ ist nur die Kainzgasse niedergerissen worden. Und ich weiß ja, wie die Stadt Wien arbeitet und beim Verein sind die Leute offensichtlich auch nicht in der Lage, schnell zu arbeiten. Ich hoffe natürlich auf 2022, aber so, wie die Anlage jetzt ausschaut im September 2021, kann ich mir nicht vorstellen, dass das 2022 fertig wird. Also meiner Ansicht nach wird das nicht vor 2023 fertig sein.

Interviewer: Sie kommen ja aus dem Sport-Club-Nachwuchs?

Herr Mahdalik: Ja, ich habe mit sieben Jahren dort angefangen.

Interviewer: Es gab im Jahr 2009 den Vorfall, als Herr Pollak, der Journalist der Kronen Zeitung, von Ihnen Fotos auf dem Spielfeld machen und auf das schon damals offene Thema der Sanierung des Dornbacher Stadions hinweisen wollte. Können Sie sich noch an dieses Ereignis erinnern?

Herr Mahdalik: Dunkel bis gar nicht. Wenn Sie das aber jetzt ansprechen, dann dämmert mir etwas. Das war auf der Friedhofstribüne?

Interviewer: Dem Vernehmen nach soll es vor allem einen Wortwechsel zwischen Herrn Hetterich, einem Dornbacher Netzwerkunternehmer, und Herrn Pollak in Ihrer Gegenwart gekommen sein. Herr Hetterich kommentierte den Kronen Zeitung-Artikel vom 15.09.2021 auf Facebook wie folgt: "Warum steht in dem Artikel nicht, dass er sich schon damals von seinem Krone-Habschi VOR dem Stadion fotografieren lassen musste, weil wir den beiden den Zutritt verwehrt hatten? Und wie will er in diesem Zusammenhang wissen, wie die Kabinen von innen aussehen?" Unter "er" sind Sie und unter "Krone-Habschi" ist Herr Pollak gemeint. Was sagen Sie zu diesem Kommentar?

Herr Mahdalik: Dazu sage ich, dass ich für den Verein mehr als zehn Jahre bis hinauf zur Kampfmannschaft gespielt habe und darauf stolz war. Ich kenne diesen Herrn Hetterich nicht, aber wahrscheinlich hat der kein einziges Spiel für den Sport-Club gespielt. Also hat er im Gegensatz zu mir die Kabinen nie als Spieler von innen gesehen. Das beantwortet, wer von uns beiden die Kabinen besser kennt und wer von uns beiden lieber leise sein sollte. Im Übrigen kann ich mir nicht vorstellen, dass sich die Kabinen gegenüber dem Zustand von vor Jahren verbessert haben. Was soll sich da verbessert haben, wenn man sich die heruntergekommen Anlage anschaut? Ich weiß aber nicht, wie die Kabinen derzeit konkret ausschauen. Ich habe das eher allgemein gemeint. Die Kronen Zeitung bringt das natürlich auch verkürzt. Ich schreibe der Zeitung das und das zusammen und die hat nur einen gewissen Platz und verwendet dann nur den Satz oder den Satz oder den Sager.

Interviewer: Handelt es sich bei dem in der Kronen Zeitung veröffentlichten Foto von Ihnen um ein aktuelles? Jemand meinte, dass Sie auf dem Bild zu jung aussehen würden.

Herr Mahdalik: Das Bild wurde vor ca. zwei Wochen aufgenommen.

Interviewer: Ich weiß nicht, ob Sie sich daran erinnern: Sie wurden im August 1990 für das Friedhofstribünen-Fanzine "Schwarz auf Weiß" interviewt. Damals sprach man Sie noch liebevoll als "Toni" an und wollte wissen, was Sie von den "FreundInnen der Friedhofstribüne" halten. Sie wussten natürlich, welche Antwort man von Ihnen erwartete, und antworteten wörtlich darauf: "Weltklasse!!" Was ist heute Ihre Meinung über die "FreundInnen der Friedhofstribüne"?

Herr Mahdalik: Damals waren diese Fans noch nicht so politisch, sondern haben sie uns Fußballer angefeuert.

Interviewer: Waren Sie im August 1990 schon politisch in der FPÖ engagiert? Vertraten Sie bereits diese Gesinnung?

Herr Mahdalik: Ich bin durch meinen Vater in die Politik gekommen. 1990? Ich kann mich nicht erinnern. Ich habe ein Foto gesehen von mir im Jahr 1989/90, da schaue ich aus wie 17. Damals war ich politisch nicht engagiert oder politisch nicht wirklich denkend, muss ich sagen. Was ich damals gewählt habe, weiß ich einfach nicht mehr.

Interviewer: Aber Ihr Vater war ein Freiheitlicher?

Herr Mahdalik: Mein Vater war kein Funktionär, aber er ist, glaube ich, seit ca. 60 Jahren Parteimitglied. Wir sind eine alte FPÖ-Familie. Mein Vater war schon dabei, da haben sie in Wien 2 % gehabt oder 4 %. Das war halt immer seine Einstellung.

Interviewer: Gehören Sie eher dem nationalen Flügel an?

Herr Mahdalik: Eigentlich net, was immer man auch unter national versteht und ob man das mit den Burschenschaften verbindet. Mein Vater ist aber seit 60 Jahren Mitglied einer Burschenschaft.

Interviewer: Welcher?

Herr Mahdalik: Franko Cherusker. Ich teile die FPÖ nicht ein in Nationale, Liberale und so weiter. Ich distanziere mich weder von den Burschenschaftern noch von anderen Gruppierungen in der FPÖ. Es gibt halt verschiedene Gruppen, aber das sind halt alles so Etiketten. Da fang´ ich nichts an damit.

Interviewer: Was taten Sie beruflich, bevor Sie Politiker wurden?

Herr Mahdalik: Ich habe maturiert und dann studiert, aber ohne großes Animo.

Interviewer: Welches Fach haben Sie studiert?

Herr Mahdalik: Verschiedenes. Amerikanistik, aber weil ich damals Fußball gespielt habe, war das Animo leider oder Gott sei Dank - ich weiß es nicht genau - nicht so groß. Ich habe kein Studium fertiggemacht und habe dann verschiedene Jobs in der Privatwirtschaft gehabt und habe Fußball gespielt. 1996 bin ich dann in die Pressestelle der FPÖ gekommen.

Interviewer: Aber Sie sind nicht im Sport engagiert. Ist das richtig?

Herr Mahdalik: Das stimmt eigentlich. Fußball hat mich nachher nicht mehr so interessiert, weil ich nicht Trainer werden wollte und weil das außerdem mit der Familie und der Politik nicht vereinbar war. Da hat man am Wochenende auch Termine. Ich war zehn Jahre auf der Fantribüne und auch im Fanclub bei den Caps dabei und hie und da schau´ ich auch am Fußballplatz vorbei.

Interviewer: Wie stehen Sie persönlich zur Haltung der "FreundInnen der Friedhofstribüne" Ihnen und Ihren Gesinnungskameraden gegenüber. Verstehen Sie das, wenn man Sie am Platz nicht sehen will?

Herr Mahdalik: Erstens trifft es mich nicht, weil ich ohnedies nicht nach Dornbach oder auf die Hohe Warte gehe.

Interviewer: Gehen Sie deshalb nicht, weil Sie Angst haben, dass man Sie auspfeift?

Herr Mahdalik: Nein, als Freiheitlicher ist man einiges gewohnt und ist man dann nicht so schnell beleidigt, wenn man geschimpft oder ausgepfiffen wird. Dass das Spiel oder die Zeit vor dem Match oder die Pause dadurch gestört wird, dass ein paar Leute schreien - meinetwegen - "Nazis raus", ist unangenehm für alle anderen Leute, mir ist das scheißegal. Aber man kann das erwarten, sei es in Dornbach, sei es in Döbling von den Kojoten! Was mich so stört, ist, dass es immer heißt, die linke Fankultur ist ach so toll, ob bei St. Pauli oder anderswo. Ich stelle mir nur das Gegenteil vor, wenn es eine rechte Fankultur gäbe. Wenn dann ein paar mit weniger Haaren, nicht einmal Glatzerte, keine Ahnung, wenn die einen Fanklub hätten, dann wäre das schrecklich. Diese Verklärung "links ist gut", "rechts ist schlecht", stört mich, aber allgemein und nicht nur am Fußballplatz. Für mich hat Fankultur am Fußballplatz unpolitisch zu sein und nicht rechts und nicht links. Aber alle Kommentatoren brechen zusammen: "Ach, die linke Fankultur ist toll!". Das geht mir am Hammer. Sonst ist mir das wurscht.

Interviewer: Sympathie für einen Fußballverein haben Sie offensichtlich nicht mehr?

Herr Mahdalik: Nein. Ich schau´ schon, was in Dornbach passiert, was auf der Hohen Warte passiert, was Rapid macht, weil da hab´ ich auch a Zeitl gespielt, und ich schau mir hin und wieder Hellas Kagran an, weil es im Bezirk ist oder vielleicht die Eßling ....

Interviewer: Ist Hellas Kagran der Verein, bei dem der Freiheitliche Graf Präsident ist?

Herr Mahdalik: Er ist nicht Präsident, sondern Ehrenpräsident. Er engagiert sich seit vielen Jahren als Funktionär und ich bewundere allgemein überhaupt jeden Funktionär, wurscht bei welchem Verein, weil es eine unbedankte Arbeit ist. Es ist zeitaufwendig, du musst Geld aufbringen und dann wirst du vielleicht beschimpft auch noch. Ich bewundere jeden Funktionär, der sich das antut.

Interviewer: Sagen Sie mir, Herr Mahdalik, wenn Sie im Fußball so angefeindet werden, wie gut oder schlecht ist eigentlich das persönliche Verhältnis zu den Mitgliedern der übrigen Fraktionen im Gemeinderat? Werden Sie dort auch ausgepfiffen?

Herr Mahdalik: Wir haben genug Kontakte, von den Ausschuss-Reisen bzw. mit den Mandataren, die man schon länger kennt. Mit denen hat man ein ganz normales Verhältnis und trinkt auch etwas. Natürlich, man haut sich in die Gosch´n auf offener Bühne. Aber das gehört zum Parlament dazu, da vertritt man die Parteimeinung oder die eigene Meinung, aber nachher dann oder vorher oder dazwischen ist das ja vergessen, denn Bier ist Bier und Schnaps ist Schnaps. Die Konflikte haben mit der Arbeit der Abgeordneten zu tun, aber sie haben nichts mit Persönlichem zu tun. Es ist ein bissl etwas anderes, wenn junge Leute nachkommen, zum Beispiel bei den Grünen oder manchmal auch bei den Roten oder bei den Rosanen. Die glauben manchmal, sie müssen dich fressen, wenn du vorbeigehst und sagst "Servas!" oder "Grüß Gott!". Die werden auch merken, dass das zum Geschäft dazugehört, aber dass keiner dem anderen spinnefeind oder bitterbös sein muss, sondern dass man seine Hack´n macht. Dass das aber nichts Persönliches ist, das sag´ ich auch oft bei Wortmeldungen. Wenn ich die Abgeordneten anspreche und zu ihnen sage, dass sie Schwammerl sind, in meiner Art halt, dann sag´ ich, das bitte nicht persönlich zu nehmen, sondern rein politisch. Man soll sich in die Augen schauen können und ich habe mit fast allen Mandataren aller Fraktionen ein gutes Verhältnis.

Interviewer: Herr Strache behauptet immer wieder, dass er beim Sport-Club gespielt habe. Ich verfüge doch über einige Aufzeichnungen, habe einige ehemalige Nachwuchsspieler und Betreuer darauf angesprochen und niemand kann sich an Herrn Strache erinnern. Ich bat ihn um Übermittlung eines Fotos von ihm im Sport-Club-Dress und er teilte mir mit, dass er über kein derartiges Foto verfüge. Bei Ihnen ist mir aus allen einschlägigen Unterlagen bekannt, dass Sie viele Jahre beim Sport-Club im Nachwuchs spielten, bevor Sie in die Kampfmannschaft kamen. Was ist Ihre Meinung? Ist Herr Strache nicht nur Ihr ehemaliger Partei-, sondern auch Ihr früherer Vereinskamerad?

Herr Mahdalik: Ich habe keinen Beleg dafür, dass er beim Sport-Club war bzw. glaube ich, dass er ein paar Mal trainiert hat, aber wahrscheinlich nie auf einem Blankett gestanden ist. Er hat einmal gesagt, dass er im Nachwuchs beim Sport-Club war, ob er auch gespielt hat oder ob er nur mittrainiert hat, hab´ ich nicht so hinterfragt. Das war mir ziemlich wurscht. Ich bin 55 Jahre alt, er ist zwei Jahre jünger, ich muss ihn nicht unbedingt gekannt haben, aber vielleicht könnte ich mich schon an ihn erinnern, wenn er dabei gewesen wäre. Ich weiß es nicht.

Interviewer: Zum Schluss die Frage der Stunde: Sind Sie geimpft?

Herr Mahdalik: Zweimal, weil ich gerne zum Wirten gehe und mir das dauernde Testen am Ende zu umständlich war.

Interviewer: Danke für das Gespräch!


16. 09. 2021
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