21. 01. 2018
Welcher Herr Rada(l)j?

Auf Facebook des "K-Teams" ist zu lesen: "Erstes Spiel, erster Sieg: Testspieler Radalj sorgt für den einzigen Treffer der Partie beim SC Team Wiener Linien." Wer meinen würde, dass über das 2;4 gegen Schwechat am 10.11.2017 an gleicher Stelle berichtet worden wäre - "Letztes Spiel, letzte Niederlage .." -, täuscht sich. Diese Partie blieb damals völlig unerwähnt. Wahrscheinlich war sie als Meisterschaftsspiel nicht so wichtig wie der Test gegen den Stadtliga-Verein.

Wie gewohnt nimmt somit auch diese Vorbereitung den für den "Fußball in Hernals" zufriedenstellenden Verlauf und darf der VSC zuversichtlich in die Frühjahrssaison gehen. Interessant ist der angebliche Name des Gastsspielers. Auf www.transfermarkt.at findet man zwei Spieler mit dem Familiennamen "Radalj": Marin Radalj von USV Eschen und Dominiko Radalj von NK Imotski. Letzterer absolvierte schon einmal ein Probetraining bei Rot-Weiß Essen. Vielleicht handelt es sich aber auch um Danko Radalj. Dieser spielte bei SG Bad Mergentheim Handball. Schließlich käme sogar ein Schreibfehler und damit ein Comeback von Legende Norton Radaj in Frage ...


21. 01. 2018
Der unschätzbare Vorteil

Das "K-Team" ist zwar kein transparentes, dafür aber ein farbloses Gebilde. Es ist so langweilig, dass vergangenen Herbst sogar das Projekt der Stadionsanierung in seinen Armen einschlief. Immerhin steht aber ein waschechter Wiener Schotte an der Spitze des VSC. Dieser besuchte zwar weder das Schotten-Gymnasium noch wohnt er am Schottenring oder in der Schottengasse, dafür folgt er den Bräuchen seiner Ahnen und trägt Schottenrock.





Im schottischen Fußball sorgt man sich um eine adrette Spielkleidung. So führt der deutsche Fußball-Historiker Omar Gisler über die protestantisch akkuraten Rangers aus Glasgow aus: "Bei den "Blues" legte man besonderen Wert auf eine gewisse Eleganz. So war es den Spielern jahrelang untersagt, sich noch einmal zu setzen, sobald sie ihre Shorts angezogen hatten. Denn der Vorstand wollte nicht, dass die Spieler mit zerknitterten Hosen ins Stadion einliefen." Will man aber der blassen Mannschaft des VSC durch modischen Schick mehr Farbe geben, möge diese dem Beispiel ihres Präsidenten folgen und in grünen Schottenröcken antreten. Während die neuseeländische Rugby-Nationalmannschaft ihre Gegner vor dem Anpfiff durch den "Haka", einen rituellen Kriegstanz der Maoris, einschüchtert, sollte es das "K-Team" dann vor ihren Spielen mit dem "Mel Gibson" versuchen. Der amerikanische Schauspieler und Regisseur gleichen Namens verkörpert in dem Film "Braveheart" den schottischen "Teamchef" William Wallace, der vor der Schlacht bei Stirling im Jahr 1297 dem englischen Gegner rückwärts gewandt und mit empor gehobenem Kilt seinen Allerwertesten zeigt. Als Spezialtrainer für diese Übung käme der "Schwarze Gustl" Starek in Frage, der wegen ähnlicher Auftritte in den 70er-Jahren zwei Mal - einmal als Rapid-, einmal als Sport-Club-Spieler - besondere Belobigungen durch die Schiedsrichter erhielt und die Szene jeweils sofort verlassen durfte.

Das Tragen von Schottenröcken hätte für den "Fußball in Hernals" im Vergleich zum vergangenen Herbst vor allem einen unschätzbaren sportlichen Vorteil: Das "K-Team" könnte nicht wieder seine Hosen verlieren ...


20. 01. 2018
"Die FreundInnen der Hernalser Hauptstraße"

Wäre es nach der ursprünglichen Planung gegangen, hätte es niemals die "FreundInnen der Friedhofstribüne" gegeben. Im August 1978 gab der Sport-Club der MA 51 das Folgende bekannt: "An der Hernalser Hauptstraße wird eine überdachte Stehplatztribüne für ca. 2000 Personen errichtet. Im Unterbau der Tribüne werden Wirtschaftsräume sowie ein Espresso untergebracht. Im westlichen Bereich der Tribüne wird eine Kantine so geplant, dass sowohl die Stehplatz- als auch die bestehende Sitzplatztribüne versorgt werden kann."

Wäre dieses Bauvorhaben ausgeführt worden, so stünden heute die "FreundInnen der Hernalser Hauptstraße" unter einem wetterfesten Dach und müsste ihr Nestor Herr Regen bei Regen nicht "Singing in the Rain" auftreten .....


20. 01. 2018
Elf Chinesen ohne Kontrabass

Am 08.02.2018 feiert - hoffentlich - Herr Jung Chih-Hang seinen 70. Geburtstag. Was Herr Chih-Hang mit dem WSC zu tun hat? Der am 08.02.1948 in Kwantung geborene Arbeiter gehörte als Stürmer jener chinesischen Nationalmannschaft an, die vor 40 Jahren am 01.10.1978 in Dornbach gegen den Sport-Club spielte. Er war 1,71 m groß und trug die Nummer 11. Mehr kann von ihm leider nicht berichtet werden.

Die Chinesen befanden sich auf einer Europatournee. Vor der Ankunft in Österreich waren Spiele in Italien und Deutschland mit folgenden Ergebnissen ausgetragen worden:

gegen Inter Mailand 1:6
gegen Bologna 1:2
gegen Mantua 3:0
gegen das B-Team der Bundesrepublik Deutschland 0:4

Die chinesische Reisegesellschaft traf am 28.09.1978 um 14 Uhr 10 mit dem Lufthansaflug 252 in Wien Schwechat ein, wo sie von Herrn Legationsrat Calligaris in Vertretung von Außenminister Pahr begrüßt wurde. Leiter der Delegation war der 2. Generalsekretär des Fußballverbands der Volksrepublik China, Herr Yang Hsiu-Wu. Unterkunft nahm man im Tourotel Oberlaa.

Vor dem Spiel schrieb die Arbeiterzeitung: "Die Chinesen wollen im Fußball lernen, wenn´s geht, von den Österreichern." Ging es? Na ja, es geht. Das Match gegen den Sport-Club, vor dem in Dornbach zum bisher einzigen Mal die Hymne der Volksrepublik China aus den Lautsprechern erklang, endete vor 2000 Zusehern mit einem 2:0-Sieg der überlegen spielenden chinesischen Nationalmannschaft. Die Tore erzielten die Herren Yank Yu-Min in der 6. Minute und Li Fu-Pao per Kopf in der 62. Minute. Tormann Li Fung-Sheng parierte in der 85. Minute einen Elfmeter von Walter Lehner. Die chinesische Mauer hatte gehalten. Der WSC spielte in folgender Aufstellung: Kronberger (46. Pusch); Samer, Hof II, Lichtenegger, Müllner; Brauneder, Starek, Martinez; Meyer (46. Lehner), Demel, Drabits (46. Doval).

Nach dem Spiel gab Stadtrat Kurt Heller in Vertretung von Bürgermeister Leopold Gratz für die chinesischen Gäste einen Empfang. Am 02.10.1978 wurde Wien besichtigt, am 06.10.1978 das Spiel des WSC gegen Rapid im Weststadion (0:1) besucht sowie am 07.10.1978 auf Einladung des Hernalser Bezirksvorstehers Veleta ein "klassisches Schrammel-Konzert" angehört. Zwischendurch besiegten die Chinesen am 03.10.1978 in Stockerau eine Bundesheerauswahl mit 4:1. Am 10.10.1978 flog man Richtung Italien ab. Abschließend darf daran erinnert werden, dass die Wiege des Fußballs in China stand, wo Bälle schon im 3. Jahrtausend vor Christus mit dem Fuß getreten wurden. Und 5000 Jahre später am 01.10.1978? Elf Chinesen ohne Kontrabass spielten gegen Sport-Club und erzählten sich was ...


19. 01. 2018
Nobody is perfect!

Heute endet die Funktionsperiode einer der schillerndsten Persönlichkeiten des "Fußball in Hernals". Am 21.01.2016 schrieb www.wienersportklub.at über seine Wahl in das Präsidium des FC Wien-Hernals: "Der viel wichtigere Teil des Abends war aber die Wahl der nachzubesetzenden Vorstandsmitglieder. Als geschäftsführender Vizepräsident wurde Dr. Norbert Buchheit ohne Gegenstimmen ins Präsidium gewählt. Herr Buchheit, Psychologe i.R., hat nur wenige Monate, nachdem er letztes Jahr begonnen hatte, Artikel für unsere Stadionzeitung „Die Alszeilen“ zu verfassen, Lust darauf bekommen, mehr Zeit und Energie in den Wiener Sportklub zu investieren. Anfänglich half Norbert Buchheit bei diversen Aufgaben im Büro mit, doch schon nach wenigen Tagen war unserem Präsidenten, Manfred Tromayer, klar, dass er mit Norbert Buchheit den idealen neuen Mann für die Geschäftsführung unseres Vereins gefunden hatte."

So weit, so gut! Allerdings war der Gerühmte nicht der, als der er sich ausgab. Andererseits lautete der Name des Vereins, in dessen Präsidium er am 20.01.2016 gewählt wurde, auch nicht "Wiener Sportklub". Was sagt in der Schlussszene des Hollywood-Klassikers "Some like it hot" der Millionär zu seiner Angebeteten, als sich diese - gespielt von Jack Lemmon - als Mann zu erkennen gibt: "Nobody is perfect .."


19. 01. 2018
Überlegen

Ende der 50er-Jahre war der ÖFB so bescheiden, dass man zwar am 15. Dezember 1959 für die Fußball-WM 1962 meldete, aber diese Meldung schon am 18.12.1959 mit der Begründung zurückzog, dass Österreichs Fußball, gemessen an den Leistungen der Nationalmannschaft in den Länderspielen gegen Spanien und Frankreich im November und Dezember 1959 (3:6 und 2:5), international nicht konkurrenzfähig wäre. Unter diesen Gesichtspunkten schien die Reise zum Austragungsort Chile das Geld nicht wert.

Lauf Facebook der "FreundInnen der Friedhofstribüne" wurde der Wiener Sport-Club "in der Saison 57/58 überlegen Meister". Zum Gedenken an dieses Ereignis gibt man den Lesern der Facebook-Seite die Resultate der damaligen Spielzeit der Staatsliga A bekannt. Wenn man beim letzten Spiel angelangt sein wird, mag die eine oder andere "FreundIn" erkennen, dass der Titelgewinn vielleicht doch nicht so "überlegen" war, wie man behauptet. Die Meisterschaft wurde nämlich erst in dieser letzten Partie der Spielzeit 1957/58 im direkten Duell mit dem Tabellenzweiten Rapid entschieden. Tatsächlich ist der WSC ein so bescheidener Verein, dass er bei keinem seiner drei Titelgewinne schon vor dem letzten Match als Meister feststand.

Wie wird sich dagegen das laut seinem Sektionsleiter Adolf Solly für "Sport und Gesellschaft zukunftsweisende" K-Team in der Frühjahrsmeisterschaft schlagen? Überlegen ....


19. 01. 2018
Hans Krankl gegen und für den Wiener Sport-Club

Für Herrn Krankl als Rapidler war nicht nur der Verteidiger Norbert Lichtenegger, sondern der WSC insgesamt fast ausnahmslos eine angenehme Kundschaft und Dornbach ein goldener Boden. Nicht nur schoss er gegen den WSC am 16.09.1972 im Wiener Stadion seine ersten Meisterschaftstore in der obersten Spielklasse überhaupt, sondern war er in insgesamt 22 gegen den WSC für die Hütteldorfer bestrittenen Pflichtspielen nicht weniger als 34 Mal als Torschütze erfolgreich. Herr Krankl ging dabei nur einmal als Verlierer, dafür 18 Mal als Sieger vom Platz, 3 Mal remisierte er mit Rapid gegen den Sport-Club. Die Tordifferenz betrug in diesen 22 Spielen 79:28 zu Gunsten der Hütteldorfer.


Datum M/Cup Ort Ergebnis Tore Hans Krankl
16.09.1972 M Wiener Stadion 0:6 2
07.04.1972 M Dornbach 2:3 0
18.04.1973 C Dornbach 2:2 2
09.05.1973 C Pfarrwiese 3:6 2
15.09.1973 M Dornbach 2:4 3
06.04.1973 M Pfarrwiese 1:6 3
02.09.1977 M Dornbach 2:7 3
12.11.1977 M Franz Horr-Stadion 2:1 1
04.02.1978 M Dornbach 1:1 0
08.04.1978 M Pfarrwiese 2:3 2
21.02.1981 M Hannapi-Stadion 0:2 0
02.05.1981 M Dornbach 3:5 4
07.10.1981 M Hannapi-Stadion 1:6 1
17.10.1981 M Dornbach 0:0 0
03.04.1982 M Hanappi-Stadion 3:4 2
10.04.1982 M Dornbach 2:2 0
10.09.1982 M Hanappi-Stadion 1:5 2
09.04.1983 M Hohe Warte 0:4 2
12.11.1983 M Hanappi-Stadion 0:2 2
25.05.1984 M Dornbach 0:3 0
21.11.1984 M Hanappi-Stadion 0:2 2
18.05.1985 M Dornbach 1:5 1

Als Herr Krankl nach seinem ersten Gastspiel in Barcelona als Leihspieler der Katalanen im Frühjahr 1980 für ein halbes Jahr Zwischenstation bei der Vienna machte, stieg er mit den Döblingern zwar ab, war er aber in den zwei Meisterschaftsspielen gegen den WSC trotzdem erfolgreich:

09.03.1980 M Dornbach 3:3 2
06.05.1980 M Hohe Warte 0:1 1

Am 19.03.1986 gab Hans Krankl in der Meisterschaft des Mittleren Play-Off gegen den SAK in Dornbach sein Debüt im Sport-Club-Dress und erzielte er in dieser Partie sein erstes Meisterschaftstor für den WSC. Weitere 47 Pflichtspieltore, davon eines im Cup, sollten bis zum Ende der Saison 1987/88 folgen. Herr Krankl, darauf würde er selbst am meisten wertlegen, scheiterte beim WSC nicht, aber er entwickelte sich zum Schönwetterspieler. In den zweieinhalb Saisonen beim Sport-Club gelang ihm nur ein einziges echtes, eine Partie zu Gunsten des WSC entscheidendes Siegestor. Dieses fiel am 19.09.1987 beim 2:1 gegen Mödling im Horrstadion aus einem von ihm verwandelten Elfmeter. Gegen Austria Klagenfurt erzielte er überdies am 31.10.1987 im "Heimspiel" im Hanappi-Stadion beide Tore zum 2:0. Herr Krankl baute Siege des Wiener Sport-Club bei überlegenem Spiel der Mannschaft am Sport-Club-Platz wiederholt zu Triumphen aus, war aber in umkämpften Partien insbesondere wegen seiner nachlassenden Antrittsschnelligkeit nicht mehr wie früher in der Lage den Ausschlag zum Sieg seiner Elf zu geben. Als Beleg darf auf seine persönliche Bilanz im Oberen Play-Off der Frühjahrs 1987 verwiesen werden, als er in 14 Partien zwar immerhin sieben Tore schoss, diese aber in nur 2 Begegnungen am Sport-Club-Platz erzielte, zwei beim 2:3 gegen den LASK am 10.04.1987, gleich fünf beim 8:1 gegen Sturm am 20.06.1987. Interessanterweise wurde Hans Krankl in seiner zweiten Saison in der obersten Spielklasse beim Sport-Club etwas beständiger. So erzielte er in beiden Spielzeiten je 20 Tore, 1986/87 fielen diese aber in nur 9, 1987/88 in immerhin 15 Partien. Die nach der damals geltenden Regel berechnete Punkteausbeute in Spielen, in denen Herr Krankl zum Torerfolg kam, betrug demgemäß 1986/87 für den Sport-Club lediglich 10, 1987/88 17 Zähler. In beiden Saisonen fielen bei Sport-Club-Spielen - wenn man erzielte und erhaltene Tore zusammenrechnet - die meisten Treffer aller Vereine der obersten Spielklasse, nämlich 1986/87 138 und 1987/88 140 Tore in jeweils 36 Partien. Hoch gewinnen, aber auch hoch verlieren war das Motto dieser Jahre. Ein nicht immer lauffreudiger, ein bisschen in die Jahre gekommener Mittelstürmer mit nach wie vor phänomenaler Schuss- und Kopfballtechnik trug das Seine zu beiden Seiten dieser Bilanz bei.

Der WSC hat Herrn Krankl folgende Treffer zu verdanken:

09.03.1986 SAK M Dornbach 3:0 1 Treffer
15.03.1986 Spittal M Dornbach 4:1 3 Treffer
24.05.1986 Vienna M Dornbach 6:1 2 Treffer
31.05.1986 Donawitz M Donawitz 1:4 1 Treffer
22.07.1986 Austria M Dornbach 3:5 1 Treffer
02.08.1986 GAK M Dornbach 5:0 3 Treffer
21.08.1986 A. Klagenfurt M Klagenfurt 2:2 1 Treffer
03.10.1986 Eisenstadt M Dornbach 5:0 3 Treffer
14.11.1986 A. Klagenfurt M Dornbach 6:0 4 Treffer
22.11.1986 Sturm Graz M Sturm-Platz 2:2 1 Treffer
12.04.1987 LASK M Dornbach 2:3 2 Treffer
20.06.1987 Sturm Graz M Dornbach 8:1 5 Treffer
11.08.1987 Groß Vktoria C Groß Viktoria 4:2 1 Treffer
21.08.1987 A. Klagenfurt M Klagenfurt 3:1 1 Treffer
29.08.1987 Austria M Hanappi-Stadion 1:1 1 Treffer
01.09.1987 VOEST Linz M Linzer Stadion 1:4 1 Treffer
24.09.1987 Rapid M Dornbach 1:3 1 Treffer
05.09.1987 Sturm Graz M Sturm-Platz 2:2 1 Treffer
13.09.1987 Admira Wacker M Dornbach 3:2 1 Treffer
19.09.1987 VfB Möfdling M Horr-Stadion 2:1 1 Treffer
31.10.1987 A. Klagenfurt M Hanappi-Stadion 2:0 2 Treffer
13.11.1987 VOEST Linz M Dornbach 4:2 1 Treffer
29.11.1987 Admira M Südstadt 2:6 1 Treffer
19.03.1988 GAK M GAK-Platz 2:2 1 Treffer
08.04.1988 FC Tirol M Dornbach 5:3 2 Treffer
30.04.1988 Austria Wien M Dornbach 1:6 1 Treffer
13.11.1988 VOEST Linz M Dornbach 4:2 1 Treffer
14.05.1988 GAK M Dornbach 8:2 4 Treffer


18. 01. 2018
Der dritte Teil der Norbert Lichtenegger-Trilogie: 10 Fakten über Norbert Lichtenegger

1. Der erste von Norbert Lichtenegger betriebene Sport war das Turnen. Erst ab dem Alter von zwölf Jahren spielte er Vereinsfußball.

2.Norbert Lichtenegger, am 14.11.1951 geboren, debütierte im Herbst 1965 mit nicht einmal 14 Jahren in der Kampfmannschaft des SV Bad Goisern in der oberösterreichischen Landesliga.

3. Norbert Lichtenegger erlernte im Rahmen einer Doppellehre sowohl den Beruf des Elektrikers als auch jenen des Gas-, Wasser- und Heizungsinstallateurs.

4. Norbert Lichtenegger stimmte erst dann im Jahr 1973 dem Wechsel nach Wien zu, als man ihm einen Job als Kühl- und Klimatechniker besorgt hatte. Um seinem Beruf nachzugehen, verließ er damals jeden Werktag um sechs Uhr seine Wohnung.

5. Norbert Lichtenegger debütierte für den Sport-Club in der Meisterschaft am 24.08.1975 auswärts gegen Austria Klagenfurt (1:1), als er in der 80. Minute statt des verletzten Günther Happich eingetauscht wurde.

6. Nach dem Aufstieg des Sport-Club in die oberste Spielklasse erhielt Norbert Lichtenegger in der Saison 1977/78 ein monatliches Fixum von ATS 1.500,-- netto, das sind ca. EUR 107,--.

7. Bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 1977 der "Kronen Zeitung" belegte Norbert Lichtenegger unter 293 Spielern mit 133 Stimmen den 85. Platz. Seine beste Platzierung erreichte er bei der Wahl zum Fußballer des Jahres 1982. Damals reichten Norbert Lichtenegger 21.594 Stimmen für den 16. Platz.

8. Hans Krankl war eine Art Angstgegner von Norbert Lichtenegger. Seine vielleicht beste Leistung gegen Krankl erbrachte Herr Lichtenegger beim Meisterschaftsspiel gegen Rapid in Dornbach am 04.02.1978 (1:1). Allerdings musste er in dieser Partie in der 78. Minute den Platz verlassen. Er hatte sich in einem Zweikampf mit Krankl das Knie ausgekegelt.

9. Norbert Lichtenegger war Präsident des Niederösterreichischen Squash Rackets Verbands und ist aktuell mit über 66 Jahren 254. der österreichischen Squash-Rangliste.

10. Sein letztes Pflichtspiel für den Wiener Sport-Club bestritt Norbert Lichtenegger am 09.04.1983 gegen Rapid (0:4).


18. 01. 2018
Der zweite Teil der Norbert Lichtenegger-Trilogie: Das aktuelle Interview mit Norbert Lichtenegger

Interviewer: Herr Lichtenegger, ich gehöre zu den nur mehr wenigen WSC-Anhängern, die sie acht Jahre beim Sport-Club spielen sahen. Sie stammen meines Wissens aus Goisern und kamen über Red Star und Rapid 1975 zum Sport-Club?

Herr Lichtenegger: Red Star war damals der Satelliten-Klub von Rapid. Ich spielte dort in der Saison 1973/74 in der Wiener Liga. Ich bin dann im Sommer 1974 von Red Star zu Rapid geholt worden und war als Verteidiger die zweite Wahl hinter Norbert Hof und Egon Pajenk. Ich spielte früher Stürmer, aber dann haben sie in Goisern in der Verteidigung einen Härteren gebraucht und das war dann halt ich. Ich habe bei Rapid in der U-21 gespielt und wenn der Hof und der Pajenk beim Nationalteam waren, bin ich ab und zu in Freundschaftsspielen auch in der Ersten drangekommen. Ich bin dann über den Norbert Hof von Rapid zum Sport-Club gekommen. Der Norbert hat mich seinem Bruder Erich, der Trainer beim Sport-Club war, empfohlen und bereitete mir dadurch den Weg zum Sport-Club. Der Norbert Hof ist dann selbst ein Jahr später nachgekommen.

Interviewer: Wie charakterisieren Sie Erich Hof als Trainer?

Herr Lichtenegger: Beim Erich Hof ist es eigentlich nur um Sympathie gegangen. Er war ein guter Trainer für mich, aber wann du ihm nicht sympathisch warst, warst du schon weg. Wann du bei Spielerbesprechungen dagegen geredet hast, dann hast du schon gewusst, du bist beim nächsten Mal nicht mehr dabei.

Interviewer: Ihnen ist das aber nicht passiert, weil Sie spielten eigentlich immer?

Herr Lichtenegger: Ja gut, ich habe nicht viel dagegen geredet. Ich war damals a Gescherter, auf gut Deutsch gesagt. Ich hab net amoi g´scheit Wienerisch verstanden. Ich hab´ net viel g´redt. Ich war eher ein ruhiger Typ. Dagegen geredet haben aber schon ein paar Spieler, der Tercek war ana, dann von Rapid ein Leihspieler, der Leber, der hat auch immer etwas zum Sagen gehabt, der Schön Walter, das war auch nicht unbedingt dem Hof seiner. Der Schön hat sich immer, wann er net gespielt hat, aufgeregt. Das nächste Mal hat er gleich wieder nicht gespielt. Wie gesagt, der Hof war sehr nachtragend. Wenn einmal etwas war, dann hat das der Hof Erich nicht vergessen. Er hat sich halt durchgesetzt. Vor mir war der Tiefenbacher Hannes beim Sport-Club, der ist ein paar Jahre vorher vom LASK zum Sport-Club gekommen. Da war der Hof zum ersten Mal Sport-Club-Trainer und der Tiefenbacher Hannes hat auch immer die "Go" offen gehabt. Den habe ich gut kennt, weil der hat mit mir in Goisern gespielt und der hat mir von Haus aus gesagt, wenn du beim Sport-Club beim Hof dagegen redest, dann bist du weg. Der war halt ana, der hat die "Go" nie halten können, der Tiefenbacher Hannes, und er ist dann auch gleich wieder vom Sport-Club weg gewesen.

Interviewer: Aber Gustl Starek, dem man ja nicht vorwerfen konnte, ein Schweiger zu sein, der durfte schon seine Meinung sagen?

Herr Lichtenegger: Na ja, der Gustl war ein eigener Typ. Der hat halt gemacht, was er wollte. Wenn es vor dem Spiel geheißen hat, es gibt nur ein Achterl Mineralwasser zum Trinken, dann hat er gleich einen halben Liter getrunken. Er hat ja in München draußen gelernt gehabt, dass man doch mehr trinken soll. Damals war die Schule noch so, dass man ja nix trinken sollte vor dem Match oder net viel trinken. Das hat sich alles geändert. Aber das hat der Gustl dann schon mit 500 Schilling büßen müssen, wenn ihm der Hof draufgekommen ist, dass er mehr als ein Achterl getrunken hat.

Interviewer: Eigentlich müsste man annehmen, dass Herr Starek 500 Schilling für ein Vierterl Wein und nicht für einen halben Liter Mineralwasser vor dem Match zahlen musste. Da sieht man wieder, wie man ihm unrecht tat. Wenn man sich das so anhört, war Ihre Karriere beim Sport-Club darauf gegründet, dass Sie der Einzige waren, der unter Erich Hof den Mund hielt und brav sein Achterl Mineralwasser trank?

Herr Lichtenegger: Na ja, ich hab halt den Eindruck gehabt, dass wenn irgendeiner was gesagt oder geredet hat, der war nicht mehr in der Mannschaft. Ich habe zum Beispiel am Anfang statt dem Leitl linker Außendecker gespielt. Das war auch ana, der immer die "Go" offen gehabt hat. Der hat dann auch durch das seinen Platz in der Mannschaft verloren. Das war halt mein Eindruck vom Trainer Hof. Aber mich hat er wollen. Ich habe keine Probleme mit ihm gehabt.

Interviewer: Es gab ein paar schnelle, geradlinige Stürmer, die Ihnen besondere Probleme bereiteten, vor allem Walter Schachner und Hans Krankl?

Herr Lichtenegger: Gegen die zwei habe ich nicht sehr gut ausgeschaut, gegen Krankl speziell! Von der Statur her war ich eher schwach, aber ich habe mich durch Härte durchgesetzt. Aber der Schachner war wieselflink, der war von der Schnelligkeit her überragend und der Krankl war körperlich und mit seinem Haken, auf den du ihm immer wieder reingefallen bist - angedeutet hat er so, geschossen hat er so -, sehr schwer auszurechnen. Und seine Kopfballstärke, da habe ich mir halt sehr schwer getan.

Interviewer: Ich will nicht in weiteren Wunden bohren, aber einige Eigentore erzielten Sie auch?

Herr Lichtenegger: Ja, ich glaube, ich habe sogar einmal in einer Saison mit zwei Toren die Eigentor-Schützenliste angeführt. Da war ich vorn!

Interviewer: Bei den Stürmern erinnert man sich an die Tore, bei den Verteidigern an die Fehler, die zu Toren führten! Das ist nicht böse gemeint, aber würden Sie es auch so sehen, dass Sie kein Offensivverteidiger waren, dass Sie nicht sehr oft nach vorne mitgingen und kaum jemals dribbelten?

Herr Lichtenegger: Das ist richtig, aber da hat es Trainer gegeben, die haben gesagt, mach´ ja keinen Haken dahinten und gehe nicht über die Mittelauflage. So ist damals halt die Art des Fußballspielens gewesen. Lieber den Ball hoch nach vorne schießen, bevor du einen Haken riskierst.

Interviewer: Wer war Ihr bester Mitspieler beim Sport-Club?

Herr Lichtenegger: Der Alberto war einer, den ich vorne gereiht hätte, auf jeden Fall. Aber auch der Ritter Karl, das waren leider seine letzten Jahre im Fußball, aber er hatte früher auch für Austria Salzburg gespielt und ich war in Goisern ein Austria Salzburg-Fan und bin hin und wieder hinaus zu den Spielen gefahren! Von der Art her hat mir der Ritter als Fußballer sehr gut gefallen, schon als Bub. Der Drabits Fredl war auch ein sehr guter Fußballer. Der ist 88 Minuten herumgestanden, dann hat er dreimal mit dem Hintern gewackelt und der Ball war im Tor. Den durftest du nicht aus den Augen lassen. Das haben wir Gott sei Dank öfters erlebt. Leider ist er heute gesundheitlich ziemlich bedient. Der Brauneder Karl war wiederum ein Kämpfer. Leider hat er sich dann nicht mehr so gesteigert, wie ich es am Beginn seiner Karriere von ihm erwartet hätte.

Interviewer: Sind Sie der Meinung, dass Sie aus Ihrem Können aller herausholten oder wäre mehr drinnen gewesen?

Herr Lichtenegger: Ich glaube, ich muss mit dem, was ich erreicht habe, zufrieden sein. Ich bin relativ alt zum Spitzenfußball gekommen. Ich habe bis zum Alter von 22 Jahren Landesligafußball in Goisern gespielt. Da hätte ich zwischen 15 und 18 irgendeine andere Ausbildung gebraucht. Wir haben nur zwei Mal in der Woche trainiert und dann ein Match gespielt. Das intensive Training hat mir gefehlt! Gegen das habe ich aber nichts machen können. Ich bin eigentlich mit dem zufrieden, was ich erreichte.

Interviewer: Wie hat Ihre Karriere beim WSC geendet?

Herr Lichtenegger: Ich bin 1983 vom Nouza gegangen worden. Der wollte damals eine Weltklassemannschaft zusammenstellen. Das war seine Idee! Und dann hat er alle, die keine Vollprofis sein wollten, hinausgeworfen. Er wollte uns schon spielen lassen, den Happich, den Kienast, den Wolferl, mich und so. Wir waren eine ganze Partie. Er hat uns aber vor die Wahl gestellt, entweder Profi zu werden oder den Verein zu verlassen.

Interviewer: Haben Sie noch Kontakt mit ehemaligen Mitspielern?

Herr Lichtenegger: Eigentlich gar nicht. Bis vor ein paar Jahren haben wir uns noch zu Geburtstagen getroffen, der Demel Walter, der Pusch Erich, aber das hat sich aufgehört.

Interviewer: Sie spielen jetzt, wie ich im Internet las, Squash?

Herr Lichtenegger: Ja, mit 40 Jahren bin ich Squasher geworden und trainiere nach wie vor zwei Mal in der Woche. Ich bin noch immer österreichischer Staatsmeister, jetzt bei den Senioren.

Interviewer: Es gibt in Deutschland das Lied "Als Willy Brandt Bundeskanzler war, da war Squash noch gar kein Sport ...". Man könnte auch singen "Als Erich Hof Sport-Club-Trainer war, da war Squash noch gar kein Sport .."! Ist Squash ein Sport und kennen Sie die Squash-Sektion, die es angeblich im Sport-Club gibt?

Herr Lichtenegger: Das ist ein total anspruchsvoller Sport, es gibt nichts Anstrengenderes als Squash. Aber nein, diese Sektion kenne ich nicht. Ich habe früher bei "Fitnessland" gespielt. Da haben wir eine eigene Anlage gehabt, da war ich Geschäftsführer und wir haben als eigener Verein gespielt. Jetzt spiele ich bei Vöslau und da spielen wir schon gegen die Wiener Vereine, aber "Hernals" gibt es schon gar nicht mehr. Die haben sich auch schon ein wenig auseinander dividiert.

Interviewer: Angeblich soll diese Sektion im Rahmen einer Spielgemeinschaft mit einem Squash-Center spielen?

Herr Lichtenegger: Möglich, dass die irgendeinen Verein gemacht haben, da gibt es den Club 19. Vielleicht haben sie sich dort angehängt. Aber leider ist das Squash schon seit 20 Jahren auf dem absteigenden Ast und werden die Anlagen immer weniger. Ich spiele noch immer gerne bei den Senioren, aber irgendwann wird es nicht mehr gehen.

Interviewer: Vielen Dank für das Gespräch! Im Namen des nicht versammelten alten Sport-Club-Anhangs danke ich Ihnen herzlich für Ihre Bemühungen als Spieler und für Ihren großen Einsatz für den Wiener Sport-Club!


17. 01. 2018
Herr Lichtenegger und der "Capitano"

Man darf davon ausgehen, dass wahrscheinlich nicht mehr als 5 % der aktuellen Besucher der Spiele des "K-Teams" wissen, wer Norbert Lichtenegger ist. Die Allermeisten, die ihn für den WSC spielen sahen, sind entweder tot oder besuchen den Platz in Dornbach nicht mehr.

Herr Lichtenegger war ein Innenverteidiger, dessen Leistungen die Defensive des WSC in den späten 70er- und frühen 80er-Jahren verkörperten: Bemüht, umtriebig, willig, aber fehleranfällig und in ihren Fähigkeiten für die Spielklasse keinesfalls überdurchschnittlich. Trotzdem kam fast kein Sport-Club-Spieler ab der Gründung der Bundesliga im Jahr 1974 öfter in der obersten Spielklasse zum Einsatz als Norbert Lichtenegger. Der Vorstopper, der nach dem Sport-Club insbesondere noch für Vienna und Simmering spielte, teilt sich mit 181 Bundesliga-Einsätzen in der obersten Spielklasse gemeinsam mit Herrn Dallos den zweiten Platz hinter Walter Müllner mit 251 Einsätzen. Die Beziehung des Anhangs zu Herrn Lichtenegger war eine loyale, keine liebevolle. Er gab, was er geben konnte. Das wurde anerkannt, nicht mehr.

Als Herr Lichtenegger im Sommer 1983 ging, war er als Bundesligaspieler nicht nur der bessere, sondern davon unabhängig auch der verdienstvollere Spieler für den WSC gewesen als Herr Dimov für den WSK bei seinem Abgang aus Dornbach im Jahr 2017. Sowohl Herr Lichtenegger als auch Herr Dimov, die beide von Rapid nach Hernals kamen, können als jeweils typisch für ihre Mannschaften bezeichnet werden. Herr Lichtenegger verstand sein limitiertes Leistungsvermögen und holte aus diesem heraus, was möglich war. Niemand machte sich in jenen Jahren Gedanken darüber, dass sich der Sport-Club unter seinem Wert geschlagen hätte. Das war auch nicht der Fall. Herr Dimov verkörpert dagegen jenen Typus von "K-Team"-Spieler, der die Tabelle, den sportlichen Verfall und seine eigenen Fähigkeiten nicht wahrhaben will. In einem Interview nach der Saison 2015/16, in der der WSK als Vierzehnter nach rein sportlichen Kriterien in die Wiener Stadtliga abgestiegen wäre, wurde klar, dass er die schlechte Platzierung als Betriebsunfall, als Zusammentreffen unglücklicher Umstände wahrnahm. Nicht die Mannschaft war schlecht gewesen, sondern das sportliche Schicksal hatte es mit ihr aus unerklärlichen Gründen schlecht gemeint. Herr Dimov zog keine oder zumindest die falschen Lehren aus dem Abschneiden und gebärdete sich, nachdem er einen möglichen Transfer zum FAC gegen Erhöhung seiner Bezüge beim WSK im letzten Moment ausgeschlagen hatte, in der Spielzeit 2016/17 selbstbewusst als zorniger junger Mann. Als von den Schiedsrichtern unverstandener Mannschaftskapitän wurde er vier Mal des Feldes verwiesen und zudem für ein Spiel aus disziplinären Gründen vereinsintern gesperrt. Die Vorwürfe von Herrn Baumeister Tromayer gegen - nicht nur - Herrn Dimov gehen darüber hinaus, werden aber hier mangels Möglichkeit der persönlichen Beurteilung des Sachverhalts nicht geteilt. Wenn Herr Dimov ein Führungsspieler des WSK gewesen sein sollte, dann führte er seinen Verein in den Tabellenkeller. Trotzdem verstand Herr Dimov die Welt nicht mehr, als man ihm im Sommer 2017 den Abschied gab. Nunmehr kehrt er nach mäßigem Herbst in Traiskirchen, aber von www.wienersportklub.at als "Capitano" bezeichnet, mit besonderer Grandezza "heim".

Herr Lichtenegger war Kapitän, aber niemals ein "Capitano", sondern einfach nur "der Lichtenegger". Er kehrte auch nicht wieder. Als seine Zeit vorüber war, war sie sie vorbei ....


16. 01. 2018
Vor den Augen Hitlers ....

Der Wandel des Bilds des Trainers, seiner Aufgaben und seiner Verantwortung im Laufe der Jahrzehnte ist ein interessantes Thema. Ein wesentlicher Unterschied zwischen Vergangenheit und Gegenwart besteht vor allem aber darin, dass die Verknüpfung zwischen dem Schicksal des Betreuers und dem Erfolg seiner Mannschaft heute eine unvergleichlich engere ist.

Die Fußballmacht Deutschland bestellte erstmals im Jahr 1926 mit dem Mannheimer Otto Nerz einen hauptamtlichen „Lehrer und Betreuer“ für ihre Nationalmannschaft. Bis zum 1. Weltkrieg war die Bilanz der Deutschen eine mehr als mäßige gewesen, in 30 Partien hatte man nur 6 Mal gewonnen, aber 19 Mal verloren. Erst im Frühjahr 1935, im 107. Länderspiel wurde das „Niederlagen-Konto“ mit einem 4:0 gegen die Schweiz in Stuttgart ausgeglichen und stand man bei 43 Siegen, 21 Unentschieden und 43 Niederlagen. Nerz war für den Aufschwung mitverantwortlich gewesen, musste aber noch so manche Niederlage hinnehmen, die heutzutage einem deutschen Bundestrainer den Posten kosten würde. Dazu gehörten vor allem die beiden Debakel gegen Österreich in Berlin am 24.05.1931 mit 0:6 sowie in Wien am 13.09.1931 mit 0:5.

Die große Wende bedeutete der unerwartete dritte Platz bei der WM in Italien im Jahr 1934 durch ein 3:2 gegen Österreich am 07.06.1934 in Neapel. Die Revanche für die Niederlagen gegen das Wunderteam war geglückt. Nerz hatte sich von 1919 bis 1932 für die SPD politisch engagiert, wechselte aber nach dem 30. Jänner 1933 mit fliegenden Fahnen in das nationalsozialistische Lager und trat im Juni 1933 der SA bei. In einem Aufruf vom 19.12.1935 wandte er sich mit pathetischen Worten an die deutschen Nationalspieler: "Kameraden! Es ist kein Zufall, dass der Aufschwung des Deutschen Fußballsports zur Weltgeltung im Jahre 1933 begann! Seit Adolf Hitler Deutschland führt, geht es auch mit dem Fußball aufwärts! Er schuf die Voraussetzungen für Eure Siege! Erst jetzt kämpft Ihr wirklich für Deutschland, erst jetzt steht auch Deutschland hinter Euch! Wenn Ihr mit Stolz auf Eure Erfolge blickt, gedenkt auch des Führers!" Den schlichten Unsinn dieser Ausführungen zu erkennen, blieb offensichtlich manchem verwehrt, aber letztlich war es gerade das einzige Antreten der deutschen Nationalmannschaft vor den Augen Hitlers, das das Ende der Ära von Nerz einleitete.

Bei den olympischen Spielen in Berlin im Jahr 1936 galt das am Amateur-Paragraphen festhaltende Deutschland als Favorit, zumal die großen Fußballmächte ohne ihre Profis und damit in weniger als der zweiten Besetzung antreten mussten. Das Vorrundenspiel gegen Luxemburg wurde mit 9:0 gewonnen, am 07.08.1936 war vor 50.000 Zusehern im Berliner Poststadion Norwegen der Gegner. Hitler hatte angeblich bis dahin noch niemals in seinem Leben ein Fußballspiel besucht. An diesem Tag wurde er von dem fußballbegeisterten Gauleiter von Danzig, Albert Forster, überredet, dem Match des hohen Favoriten beizuwohnen. Es kam, wie es kommen musste. Der ebenfalls nicht sehr fußballbegeisterte Reichspropagandaminister Goebbels trug in sein Tagebuch zum 07.08.1936 folgendes ein: "Mittags Führer: Frage Spanien. Nach der Olympiade werden wir rabiat. Dann wird geschossen. Und 2jährige Dienstpflicht eingeführt. Das ist dann unser Vorteil. Der Führer ist in blendender Kampfstimmung. Nachmittag zum Fußballspiel Deutschland-Norwegen. Ein dramatischer, nervenaufpeitschender Kampf, bei dem die Deutschen nicht ganz verdient 2:0 unterliegen. Der Führer ist ganz erregt. Ich kann mich kaum halten. Ein richtiges Nervenbad. Das Publikum rast. Ein Kampf wie nie. Das Spiel als Massensuggestion." Die endgültige Aufstellung der Deutschen hatte nicht Nerz sondern "Verbandsführer" Linnemann bestimmt, der sich im Gegensatz zur Meinung des „Reichstrainers“ und unter Berufung auf das auch im Verband geltende Führerprinzip für die Schonung von Stammspielern und den Einsatz einiger Talente entschieden hatte. Trotzdem war durch die Blamage nicht die Autorität Linnemanns, sondern jene von Nerz untergraben.

Bereits seit einigen Jahren hatte sich hinter den Kulissen ein Machtkampf zwischen Nerz und Sepp Herberger angebahnt. Auch letzterer stammte aus Mannheim und war lange Zeit von Nerz protegiert gewesen. Dieser hatte den Jüngeren in seinen Betreuerstab geholt. Die Presse war auf das Wirken des späteren „Bundes-Sepp“ und Schöpfers des „Wunders von Bern“ bald aufmerksam geworden, der eifersüchtige Nerz nahm diesen daraufhin ostentativ nicht zur WM in Italien mit. Nach der Olympiade wurde Nerz zwar nicht abgesetzt, aber einmal in den Urlaub geschickt und Herberger mit der Betreuung der Mannschaft für die nächsten Spiele betraut. Am 15.11.1936 kam es nach einem 2:2 gegen Italien in Berlin im „Russischen Hof“ zu einem Treffen mit jenem nach dem Krieg hingerichteten Gauleiter Forster, der Hitler zum Besuch des Spiels gegen Norwegen bei der Olympiade bewegt hatte. Herberger berichtete: "Forster, der zu einem Kaffee bereit sitzt: Sie bekommen, was Sie fordern! Dann erzählt er, dass Hitler am Tage des Norwegen-Spiels zur Regatta gewollt hätte, auf sein Drängen aber zum Spiel in das Poststadion gefahren sei. Und dann dieser Reinfall!! Ich vermute, dass die anderen, die mit Hitler zur Regatta gewollt hatten, ihn nun mächtig auf den Arm genommen haben und so fort. Kurzum, Forster hatte eine Mordswut auf Nerz, dem er alle Schuld ans seinem Reinfall anhing. Dann weiter: Alle sind für Sie, habe mich gestern nach der Stimmung erkundigt.“

Noch hatte Herberger Nerz nicht endgültig überrundet, aber nach einigen Auseinandersetzungen und wechselseitigen Intrigen wurde er 1937 "Reichssportlehrer" und trat Otto Nerz im Mai 1938 endgültig als „Leiter der Nationalmannschaft“ zurück. Sepp Herberger blieb über das Ende des "Tausendjährigen Reichs" der Nazis hinaus noch weitere 19 Jahre deutscher Nationaltrainer und wurde 1954 Weltmeister. Er machte erst 1964 aus Altersgründen und ohne rechte Freude dem "Langen mit der Mütze", seinem Assistenten Helmut Schön, Platz. Herberger, der selbst 1933 NSDAP-Mitglied geworden war, hatte im Dritten Reich einen Fehler nicht begangen: Vor den Augen Hitlers ein Länderspiel zu verlieren ...


31. 12. 2017
Noch mehr "Rückkehr zum alten Glanz"

Es gibt natürlich nicht nur die Tabelle der Vorsprünge auf die jeweiligen Tabellenletzten, sondern auch jene der Rückstände auf die jeweiligen Tabellenersten am Ende der Herbstsaisonen des "K-Teams" in der Regionalliga Ost. Auch hier steht dem VSC die von seiner Leitung angekündigte "Rückkehr zum alten Glanz" erst bevor. Der aktuelle Rückstand des "K-Teams" auf den Tabellenersten Horn ist mit 27 Zählern drei Mal so groß wie die die Zahl der selbst errungenen Punkte.


01. Herbst 2006 2 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
02. Herbst 2008 5 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
02. Herbst 2011 5 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
04. Herbst 2010 6 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
05. Herbst 2003 8 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
05. Herbst 2004 8 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
05. Herbst 2007 8 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
08. Herbst 2005 11 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
09. Herbst 2009 14 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
10. Herbst 2014 16 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
11. Herbst 2013 20 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
11. Herbst 2015 20 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
11. Herbst 2016 20 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
14. Herbst 2012 21 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten
15. Herbst 2017 27 Zähler Rückstand auf den Tabellenersten


30. 12. 2017
Der Glanz in der Hütte des "Fußball in Hernals"

Das "K-Team" befand sind diese Woche laut eigener Mitteilung in Klausur und bereiteten sich seine Experten auf die von ihnen für 2018 angekündigte "Rückkehr zum alten Glanz" vor. Welch "Glanz" derzeit in der Hütte des "Fußball in Hernals" herrscht, beweist die nachstehende Tabelle der Punktevorsprünge des "K-Teams" auf den jeweiligen Tabellenletzten am Ende seiner bisher insgesamt 15 Herbstsaisonen in der Regionalliga Ost. Als das "K-Team" nach dem Herbst 2015 ebenfalls nur 3 Zähler auf den Tabellenletzten Vorsprung hatte, verfügte dieser - Oberwart - mit 13 Punkten um 4 Zähler mehr als heute der VSC mit nur 9 Punkten. Aber immerhin wird das schwächste "K-Team" der Geschichte von der glänzendsten Sektionsleitung aller Zeiten geführt ....


01. Herbst 2006 31 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
02. Herbst 2007 25 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
02. Herbst 2008 25 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
04. Herbst 2004 22 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
05. Herbst 2011 19 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
06. Herbst 2010 15 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
07. Herbst 2009 14 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
07. Herbst 2014 14 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
09. Herbst 2005 12 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
10. Herbst 2012 9 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
11. Herbst 2003 8 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
12. Herbst 2016 6 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
13. Herbst 2013 4 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
14. Herbst 2015 3 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten
14. Herbst 2017 3 Zähler Vorsprung auf den Tabellenletzten


27. 12. 2017
Danke, Herr Raml!

In dem aktuellen Artikel auf www.wienersportklub.at ist auch folgender Satz über die Entwicklung seit Juni 2017 zu lesen, mit dem das "K-Team" selbst die Folgen der "Rückführung" zugibt: "Die Zielsetzung, den Weg zur Gesundung des WSC mit langfristiger Perspektive gemeinsam zu beschreiten, wurde aber auch in schwierigen Phasen nie aus den Augen gelassen."

Der WSC war bis zum 19.06.2017 pumperlgesund, nämlich schuldenfrei, und wurde erst durch die sogenannte "Rückführung" mit einem Schlag krank, nämlich verschuldet. Danke, Herr Raml ...


28. 11. 2017
Der Weg zum Jahr 2017

Die nachstehende Tabelle zeigt die sportliche Entwicklung des "K-Teams", aber diesmal nicht aufgegliedert nach Saisonen, sondern nach den von ihm gespielten vollen Kalenderjahren. Diese Aufstellung macht die Bruchlinien in der Geschichte des "Fußball in Hernals" deutlich: Den dem Geld der Mass Response Service GmbH geschuldeten vorübergehenden Fortschritt, den darauffolgenden Abschwung, das letzte Zwischenhoch unter den Herren Jusitis und Günes im Jahr 2014, als man fast doppelt so viele Punkte holte wie heuer, und letztlich den endgültigen Verfall in den letzten Jahren.


2003 29 Sp 11S 7U 11N 60:56 + 4 Tordifferenz 40 Pkt./1,37 Pkt. pro Spiel
2004 30 Sp 11S 9U 10N 47:42 + 4 Tordifferenz 42 Pkt./1,40 Pkt. pro Spiel
2005 30 Sp 14S 8U 8N 52:41 +11 Tordifferenz 50 Pkt./1,66 Pkt. pro Spiel
2006 30 Sp 15S 9U 6N 59:32 +27 Tordifferenz 54 Pkt./1,80 Pkt. pro Spiel
2007 30 Sp 17S 6U 7N 58:27 +31 Tordifferenz 57 Pkt./1,90 Pkt. pro Spiel
2008 30 Sp 17S 5U 8N 55:35 +20 Tordifferenz 56 Pkt./1,86 Pkt. pro Spiel
2009 30 Sp 12S 6U 12N 62:48 + 4 Tordifferenz 42 Pkt./1,40 Pkt. pro Spiel
2010 30 Sp 16S 4U 10N 63:48 +15 Tordifferenz 42 Pkt./1,73 Pkt. pro Spiel
2011 30 Sp 13S 8U 9N 54:49 + 5 Tordifferenz 47 Pkt./1,56 Pkt. pro Spiel
2012 30 Sp 7S 9U 14N 41:51 -10 Tordifferenz 30 Pkt./1,00 Pkt. pro Spiel
2013 30 Sp 11S 4U 15N 48:56 - 8 Tordifferenz 37 Pkt./1,23 Pkt. pro Spiel
2014 31 Sp 13S 6U 12N 56:56 0 Tordifferenz 45 Pkt./1,50 Pkt. pro Spiel
2015 30 Sp 8S 8U 14N 46:52 - 6 Tordifferenz 32 Pkt./1,06 Pkt. pro Spiel
2016 29 Sp 6S 10U 13N 28:42 -14 Tordifferenz 28 Pkt./0,96 Pkt. pro Spiel
2017 28 Sp 4S 10U 14N 31:49 -18 Tordifferenz 22 Pkt./0,78 Pkt. pro Spiel


27. 11. 2017
Das Heim-Desaster

Ist die Bilanz des "K-Teams" nach diesem Herbst schon insgesamt miserabel, so waren die Ergebnisse der Heimsaison besonders peinlich. Nach 18 Runden liegt der VSC in der Heimtabelle am 17. und damit am letzten Platz. Im Vergleich zu den bisher vom "K-Team" bestrittenen Regionalliga-Saisonen ist damit der Schnitt erstmals unter einen Zähler pro Heimspiel gefallen. Ebenfalls erstmals in der Geschichte beträgt der Schnitt der erzielten Tore weniger als einen Treffer pro Heimpartie. Gegenüber der Vorsaison 2016/17 holte der VSC im Herbst im Schnitt nicht einmal halb so viele Punkte. Heimspiele sind aber naturgemäß für jeden Verein besonders wichtig, weil sie von den eigenen Anhängern besucht werden und daher die Stimmung im Klub prägen. Durch Leistungen wie im vergangenen Herbst vertreibt man die Zuschauer. Die nachstehende Tabelle der Heimspiele in den einzelnen Saisonen gibt das aktuelle Heimdesaster des Vienna Smart-Clubs wieder:


01. 2006/07 03. Platz 15 9 5 1 37: 7 32 Pkt./2,13 pro Sp.
02. 2008/09 04. Platz 15 9 5 1 27:16 32 Pkt./2,13 pro Sp.
03. 2007/08 04. Platz 15 10 1 4 32:13 31 Pkt./2,06 pro Sp.
04. 2009/10 04. Platz 15 10 1 4 37:19 31 Pkt./2,06 pro Sp.
05. 2004/05 05. Platz 15 8 6 1 24:11 30 Pkt./2,00 pro Sp.
06 2005/06 06. Platz 15 7 4 4 30:20 25 Pkt./1,66 pro Sp.
07. 2011/12 07. Platz 15 6 5 4 24:26 23 Pkt./1,53 pro Sp.
08. 2003/04 10. Platz 15 6 4 5 24:10 22 Pkt./1,46 pro Sp.
09. 2010/11 12. Platz 15 6 4 5 25:25 22 Pkt./1,46 pro Sp.
10. 2016/17 09. Platz 14 4 7 3 18:10 19 Pkt./1,35 pro Sp.
11. 2014/15 10. Platz 15 6 2 6 29:32 20 Pkt./1,33 pro Sp.
12. 2013/14 12. Platz 15 5 4 6 21:26 19 Pkt./1,26 pro Sp.
13. 2012/13 12. Platz 15 5 3 7 20:23 18 Pkt./1,20 pro Sp.
14. 2015/16 15. Platz 15 4 3 8 20:29 15 Pkt./1,00 pro Sp.
15. 2017/18 17. Platz 8 1 2 5 6:19 5 Pkt./0.62 pro Sp.


26. 11. 2017
"Wir pfeifen auf uns selbst!"




Am 20.11.1993 führten die Anhänger auf der Friedhofstribüne anlässlich des Meisterschaftsspiels gegen Austria Salzburg die Aktion "Wir pfeifen auf diesen Vorstand!" durch, mit der sie gegen die Amtsführung der damaligen Vereinsleitung des Wiener Sport-Club protestierten. Es darf davon ausgegangen werden, dass an diesem Freitag-Abend auch die heutigen Funktionäre des "K-Teams" Frau "Kassiererin" Schulz, Herr "Präsident" Raml und Herr "Vizepräsident" Kaider eine der vor dem Match verteilten 100 Trillerpfeifen im Mund hatten. Es wäre an der Zeit, dass sich Frau Schulz und die beiden Herren wieder an einer solchen Demonstration beteiligen. Als Parole der Kundgebung stünden dieses Mal folgende Leitsätze zur Auswahl:

1. "Wir pfeifen auf uns selbst!"

2. "Wir pfeifen aus dem letzten Loch!"

3. "Wir tanzen nach fremder Pfeife!"


14. 11. 2017
Herr Baumeister Tromayer meldet sich zu Wort

Nachstehend die unkommentierten Aussagen von Herr Baumeister Tromayer über seine persönliche Sicht zur aktuellen Entwicklung:

Zur Lage: "Mich wundert als Außenstehender die Lage im Verein und habe echte Sorgen, dass - wenn nicht bald ein Umkehrschwung kommt - der Verein echt abschmiert. Diese große Sorge habe ich. Ich habe keine Informationen von meinen Ex-Mitarbeitern erhalten. Es dürfte ein Sprechverbot ausgegeben worden sein. Warum, weiß ich nicht, ich bemühe mich aber auch nicht um Informationen. Ich kann nur sagen, dass ich den WSC mindestens ein halbes Jahr vorher gewarnt habe, den Verein in dieser Größe und Umfang aus der Hand zu geben. Ich habe vorausgesagt, dass das nicht funktionieren wird, ich habe vorausgesagt, dass sich die Vienna Smart Contructing nur marketingmäßig bemühen wird, um Geld durch Sponsoren zu lukrieren. Das habe ich alles vorausgesagt. Einen Verein in diesen Positionen aus der Hand zu geben, das kann nur schieflaufen. Ich habe auch gewarnt, dass die Verträge nie fertig geworden sind, bis zum letzten Tag nicht, die Verträge waren nie fertig. Ich habe noch einmal darauf hingewiesen, Leute, dass kann man so nicht unterschreiben, wenn Beilage B und C überhaupt fehlen, wie soll man das unterschreiben? Aber die haben das einfach gemacht! Ich kenne die Leute, die heute das Sagen haben und mich wundert, dass die Leute, die ich links liegen habe lassen, dort eine führende Position innehaben. Der Herr Orner ist für mich der Hauptverantwortliche für die ganze Misere, samt seinem Anhang. Mehr will ich dazu nicht sagen."

Zu den Planern: "Es gibt einen Auftrag an die Planer, den gibt es auch in Schriftform. Sie werden klagen, ganz logisch. Das sollte Herr Orner wissen. Nur, wer soll ein solches Verfahren bezahlen? Es ist ja nur fair und billig, dass die Leute, dir mir drei oder sogar vier Jahre fast täglich geholfen haben, dass sie - wenn die Subvention da ist, wenn das genehmigt ist durch den Gemeinderat - auch den Auftrag von A bis Z haben. Die können ja auch was. Sie sind selbstverständlich mit den kompletten Leistungen beauftragt, das steht auch schriftlich. Ich hatte die Leute hinbekommen, dass für den Fall, dass wir wider Erwarten keine Subvention bekommen, dass sie kein Geld erhalten. Da habe ich Ihnen gesagt: "Leute, dann kann ich Euch kein Geld zahlen". Das haben sie mir auch bestätigt. Wir haben aber eine Subvention bekommen. Rapid hat meines Wissens, mir ist das aber nicht bestätigt, für die Vorbereitung allein 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ich habe im Vorhinein null Euro ausgegeben. Diese Planer sind auch bei der MA 51 mehrfach stellig geworden. Ab dem Zeitpunkt der Genehmigung der Subvention sind die Planer für alle Leistungen von A bis Z beauftragt gewesen, nämlich für Planeinreichung bei der Baubehörde, Bauaufsicht, Kontrolle der Abrechnung, etc.. Aber ihre gesamten Kosten sind gedeckelt. Das heißt, sie bekommen unabhängig vom Umfang der Leistungen und dass sie vier Jahre jetzt gehackelt haben, keinen einzigen Euro mehr als vereinbart. Fairer kann ich es eigentlich nicht verhandeln."

Zu den gelegten Rechnungen: "Die gelegten Rechnungen sind längst fällig! Es gibt eine Rechnung von den Planern, es gibt eine Rechnung vom Vermesser, es gibt eine Rechnung über die Durchrechung von Kubik- und Quadratmetern und es gibt eine Rechnung über eine Machbarkeitsstudie von Herrn Dr. Binz. Alle diese Rechnungen über Vorleistungen sind in der Förderung inkludiert. Die Rechnungen sind schon gelegt und sind überfällig! Dabei handelt es sich um eine Anzahlung, sonst gar nichts. Branchenüblich sind für solche Leistungen bei fertigen Bauwerken zwischen 14 % und 18 % von der Bausumme. Da ist der Statiker, der Planer, die Bauaufsicht, der Abrechner, der Vermesser drinnen und und und. Da gibt es jetzt einmal eine erste Teilrechnung der Planer über ca. EUR 100.000,--. Die ist jetzt einmal zu bezahlen. Das ist aber alles kein Problem, weil ich ja als erste Tranche der Subvention für 2017 auf meinen Antrag EUR 570.000,-- zuzüglich Mehrwertsteuer beantragt und genehmigt bekommen habe. Dieser Betrag wäre schon im Juni/Juli dieses Jahres abzuholen gewesen. Warum EUR 570.000,--? Weil ich mir die Zahl EUR 570.000,-- einfach so eingebildet habe. Ich habe gesagt, ich brauche jetzt nur ca. EUR 150.000,--, um das Bisherige zu bezahlen, aber ich habe das Geld lieber bei mir am Konto liegen, wenn ich es brauche. Auszahlen kann ich es ohnedies nur mit der Genehmigung der Gemeinde nach Prüfung durch einen Ziviltechniker. Ohne die Unterschrift des Prüfers kann ich ja ohnedies gar nichts auszahlen. Nur, wenn der Verein das Geld nicht abholt, fürchte ich, dass das Geld verschwindet, weil es ja im Budget für heuer vorgesehen ist. Die ersten Zahlungen kann man bereits vor Beginn der Arbeiten für die bis dahin erbrachten Planungs- und Vorbereitungsarbeiten leisten. Dieses Geld braucht man also, um alles in Gang zu bringen. Meiner Ansicht nach rufen sie das Geld deshalb nicht ab, weil sie für die Aufgabe einfach zu schwach sind. Tut mir leid! Ich habe keine andere Erklärung. Wenn jemand sein eigenes Süppchen kocht und glaubt, er kann zu ganz anderen Planern gehen und glaubt, er kann die von mir beauftragten Planer nicht einmal negieren, sondern links liegen lassen, dann darf er sich nicht wundern, wenn die einmal zu klagen anfangen, und das mit Recht!"

Zur Haftung des WSK: "Formal ist es so, dass die Zusage der Förderung unkompliziert auf den WSC umgeschrieben werden kann. Der WSK haftet null, weil die abgeschlossenen Vereinbarungen wurden vor der Fusion alle angegeben und der WSC kann sich nicht die Rosinen rauspicken. Man hat mich totgestellt, ich habe keine Handhabung mehr gehabt. Man hat mir diese Arbeit, die ich gemacht habe, abgestellt. Dadurch hat man mir die Chance genommen, dass ich das Geld abhole. Eines ist klar: Die MA 51, das Sportamt, wir hatten zuletzt ein wahnsinnig gutes Verhältnis und natürlich sind Förderungsgelder auch eine Vertrauenssache: Wer steckt dahinter? Was soll also das Sportamt machen, wenn jetzt auf einmal lauter neue Gesichter da sind und alles bisher Dagewesene in Frage gestellt wird? Dann wird die 51er sagen: Moment, dann warten wir einmal."


14. 11. 2017
Die Verteilung der Semesterzeugnisse für das "K-Team", heute: Herr Schweitzer

Noch niemals schien Herr Jank in seiner Trainerkarriere erfolgreicher als am Ende dieser Herbstsaison. Verantwortlich dafür sind die Ergebnisse unter seinem Nachfolger Herrn Schweitzer, die die Ära von Herrn Jank zur guten alten Zeit des "K-Teams" werden ließen.

Herr Schweitzer hatte bei seinen vorangegangenen Stationen als Cheftrainer keinen Erfolg gehabt: In Hütteldorf erreichte er mit Rapid II in der Spielzeit 2014/15 nur den 9. Rang und damit den schlechtesten Platz der grün-weißen Amateure seit deren Aufstieg in die Regionalliga Ost im Sommer 2006. Im Jänner 2016 übernahm Herr Schweitzer Parndorf mit der ausdrücklichen Ankündigung, in der Spielzeit 2016/17 "ganz vorne" mitspielen zu wollen. Als er die Burgenländer aber im Februar 2017 überstürzt Richtung Türkei verließ, waren diese mit 13 Zählern Rückstand auf den Ersten Ritzung nur 7. in der Tabelle der Regionalliga Ost.

Bei seinem Antritt als Trainer des VSC bemühte Herr Schweitzer das abgenützte Klischee vom "Traditionsverein, der mittelfristig einen anderen Anspruch haben sollte, als auf den unteren RLO-Plätzen zu stehen." Aus dem erhofften "turnaround" wurde ein steiler Köpfler in das tiefe Wasser des sportlichen Misserfolgs. Den Höhepunkt dieses Tauchgangs stellte das 2:4 gegen Schwechat am 10.11.2017 dar, ein Spiel, für das selbst der Trainer einen "Pflichtsieg" gefordert hatte. Dass Herr Schweitzer im Nachhinein in der Kronen-Zeitung vom 11.11.2017 behauptete, der VSC habe gegen Schwechat "auf ein Tor gespielt und 20 Chancen gehabt", beweist, dass er den Bezug zur Realität der Leistungen seiner Mannschaft verlor. Sollte Herr Barisic Sturmtrainer werden und Herrn Schweitzer als seinen Assistenten nach Graz mitnehmen wollen, wird niemand in Dornbach diesen Abschied verhindern.

Die nachstehende ewige Tabelle der Trainer des "K-Teams" nach ihren jeweils ersten 10 Meisterschaftsspielen im Amt sagt über die bisherige Bilanz von Herrn Schweitzer alles aus: Die wenigsten Punkte, die wenigsten Siege, die meisten Niederlagen, das schlechteste Torverhältnis! Die Note für den Trainer des "K-Teams" lautet daher für das Herbstsemester 2017: Nicht genügend!


01. Wilhelm Kaipel I 10 8 2 0 17: 3 26/2,60 Punkte pro Spiel
02. Norton Radaj 10 6 2 2 24:11 20/2,00 Punkte pro Spiel
03. Petr Segrt 10 7 1 2 24:12 22/2,20 Punkte pro Spiel
04. Slobodan Batricevic II 10 6 2 2 20:15 20/2,00 Punkte pro Spiel
05. Helmut Kraft 10 6 1 3 21:14 19/1,90 Punkte pro Spiel
06. Johann Kleer 10 6 1 3 20:16 19/1,90 Punkte pro Spiel
07. Dominik Thalhammer 10 5 4 1 18:16 19/1,90 Punkte pro Spiel
08. Franz Maresch 10 4 5 1 23:17 17/1,70 Punkte pro Spiel
09. Zeljko Ristic 10 5 0 5 27:16 15/1,50 Punkte pro Spiel
10. Peter Schöttel 10 4 3 3 15: 9 15/1,50 Punkte pro Spiel
11. Kurt Jusits 10 4 1 5 17:18 13/1,30 Punkte pro Spiel
12. Peter Webora 10 4 1 5 12:17 13/1,30 Punkte pro Spiel
13. Bernd Dallos 10 2 4 4 12:18 10/1,00 Punkte pro Spiel
14. Christoph Jank 10 2 4 4 9:10 10/1,00 Punkte pro Spiel
15. Dr. Johannes Uhlig 10 2 2 6 15:19 8/0,80 Punkte pro Spiel
16. Andreas Reisinger 10 1 4 5 14:20 7/0,70 Punkte pro Spiel
17. Norbert Schweitzer 10 1 3 6 11:22 6/0,60 Punkte pro Spiel


11. 11. 2017
Herbstdepression

Die ewige Regionalligatabelle des "K-Teams" nach 16 Spielen ist für dieses Grund für eine klassische Herbstdepression:

- Das "K-Team" holte die wenigsten Meisterschaftspunkte in seiner Geschichte.

- In seiner bisher schlechtesten Ostliga-Saison (2013/14) holte das "K-Team" immer noch um 50% mehr Zähler als heuer.

- Das "K-Team" nimmt den schlechtesten Tabellenplatz in seiner Geschichte ein.

- Das "K-Team" schoss die zweitwenigsten Meisterschaftstore in seiner Geschichte.

- Das "K-Team" erhielt die meisten Meisterschaftstore in seiner Geschichte.

- Das "K-Team" hat die schlechteste Tordifferenz in seiner Geschichte.

- Das "K-Team" erreichte die wenigsten Meisterschaftssiege in seiner Geschichte.

- Das "K-Team" musste die meisten Meisterschaftsniederlagen in seiner Geschichte hinnnehmen. Zum ersten Mal ist die Zahl der Niederlagen nach nur 16 Meisterschaftsspielen zweistellig.


01. 2006/07 (Thalhammer/Kaipel
Batricevic) 16 10 5 1 37: 8 35 Pkt./2,18 pro Sp.
02. 2007/08 (Schöttel) 16 10 3 3 24: 9 33 Pkt./2,06 pro Sp.
03. 2004/05 (Segrt) 16 9 4 3 35:17 31 Pkt./1,93 pro Sp.
04. 2008/09 (Batricevic) 16 9 4 3 29:21 31 Pkt./1,93 pro Sp.
05. 2011/12 (Maresch) 16 7 6 3 31:25 27 Pkt./1,68 pro Sp.
06. 2010/11 (Drazan/Radaj) 16 7 3 6 32:26 24 Pkt./1,50 pro Sp.
07. 2014/15 (Jusits/Günes/Dr. Uhlig)16 6 3 7 28:32 21 Pkt./1,31 pro Sp.
08. 2005/06 (Segrt/Thalhammer) 16 6 3 7 26:34 21 Pkt./1,31 pro Sp.
09. 2003/04 (Webora/Müllner/
Dallos) 16 5 5 6 22:22 20 Pkt./1,25 pro Sp.
10. 2009/10 (Ristic/Kleer) 16 6 1 9 28:27 19 Pkt./1,18 pro Sp.
11. 2012/13 (Maresch/Handl/Kraft) 16 4 4 8 26:26 16 Pkt./1,00 pro Sp.
12. 2016/17 (Jank) 16 3 7 6 13:18 16 Pkt./1,00 pro Sp.
13. 2015/16 (Reisinger) 16 4 4 8 21:29 16 Pkt./1,00 pro Sp.
14. 2013/14 (Kraft/Kaipel/Jusits) 16 4 3 9 21:31 15 Pkt./0,93 pro Sp.
15. 2017/18 (Jank/Führer/Schweitzer)16 2 4 10 14:34 10 Pkt./0.66 pro Sp.


11. 11. 2017
Der Vienna Smart-Club: Mit einer Schreckensbilanz in die Winterpause!

- Von den in der laufenden Meisterschaftssaison bisher möglichen 48 Punkten holte der VSC lediglich 10 Zähler, das sind 20,83% der maximalen Zähleranzahl!

- Das Torverhältnis des VSC in der laufenden Meisterschaft beträgt 14:34, unter Berücksichtigung des Cup-Spiels gegen Ried jenes in der laufenden Saison sogar 14:38!

- Von 17 Pflichtspielen der heurigen Saison wurden 11 Partien, das sind 64,70%, verloren!

- Von den 32 Pflichtspielen der letzten 12 Monate wurden nur 4 Partien gewonnen. Das Torverhältnis beträgt 32:60!

- Von den letzten 56 Pflichtspielen gewann der VSC nur 7 Partien. Das Torverhältnis beträgt 53:96!

- Von den letzten 29 Pflichtspielen daheim gewann der VSC nur 5 Begegnungen. Das Torverhältnis beträgt 28:48!

- Von den letzten 27 Pflichtspielen auswärts gewann der VSC nur 2 Begegnungen. Das Torverhältnis beträgt 25:48!

- Von den letzten 20 Pflichtspielen gewann der VSC nur zwei Begegnungen. Das Torverhältnis beträgt 18:44!

- Der VSC feierte in den letzten 11 Pflichtspielen am Platz in Dornbach einen einzigen Sieg. Das Torverhältnis beträgt 8:26!

- Der VSC feierte in den letzten 14 Meisterschaftsspielen einen einzigen Sieg. Das Torverhältnis beträgt 12:30!


10. 11. 2017
"Dem Palme sei Dank ..."

Dass die Entscheidung von Herrn Palme, Herrn Jank ausgerechnet durch einen Herrn Schweitzer zu ersetzen, falsch war, zeigt nichts besser als die nachstehende Gegenüberstellung:


Jank 2016/17 28Sp 5S 13U 10N 30:33 28Pkt/1,00 pro Sp.
Jank/Führer/Schweitzer 2017/18 16Sp 2S 4U 10N 14:34 10Pkt/0,62 pro Sp.
Jank 2017/18 5Sp 1S 1U 3N 3:11 4Pkt/0,80 pro Sp.
Schweitzer 2017/18 10Sp 1S 3U 6N 11:22 6Pkt/0,60 pro Sp.

Daraus ergibt sich, dass das "K-Team" in der heurigen Saison nach 16 Spielen bereits mehr Tore erhalten und genauso viele Spiele verloren hat wie in der gesamten vergangenen Spielzeit in 28 Partien. Dabei war die Saison 2016/17 die bis dahin schlechteste Spielzeit in der 16jährigen Geschichte des "K-Teams". Hauptverantwortlich für diese sportliche Katastrophe ist die persönliche Bilanz von Herrn Schweitzer, die noch einmal bedeutend schlechter ist als jene des Herrn Jank. Alle Gegner des VSC jubilieren: "Dem Palme sei Dank, er holte Jank von der Bank!"


10. 11. 2017
Riesensensation: Das abgeschlagene Schlusslicht Schwechat schlägt den Vienna Smart-Club klar!

Niemand wird umhin können, den tapferen Schwechatern zu ihrem klaren 4:2-Sieg gegen den Vienna Smart-Club zu gratulieren. Das "K-Team" blamierte sich nach Strich und Faden! Der Schwechater David mit dem geringsten Spielerbudget der Liga besiegte den mit einem strategischen Investor ausgestatteten Goliath aus Hernals und schaffte damit die größte Sensation der bisherigen Regionalliga-Saison. Man möge sich vor Augen halten, dass Schwechat nicht weniger als 14 der bisherigen 15 Meisterschaftsspiele - darunter ihre letzten 9 Partien in Folge - verloren hatte.

Auf die Einzelheiten und Konsequenzen dieses unglaublichen Debakels, das nur auf Grund zweier Tausendgulden-Schüsse des VSC nicht höher ausfiel, wird in der Folge noch einzugehen sein. Fest steht, dass damit eine Herbstsaison zu Ende ging, die selbst die schlimmsten Befürchtungen betreffend das Wirken der Herren Palme, Kirisits, Raml, Solly, Schweitzer & Co übertraf. Alle diese Herren mögen aus persönlicher Buße zu einer Pilgerwanderung nach Santiago del Compostela aufbrechen. Sie sollen sich aber Zeit lassen! Niemand erwartet von Ihnen, dass sie bis zum Beginn der Frühjahrsmeisterschaft wieder zurück sind ....


04. 11. 2017
Dramatische Entwicklung in der Heimbilanz führt beim "K-Team" zu Zuschauerschwund!

Obwohl auch gestern in Dornbach perfektes Fußballwetter herrschte, kamen wieder nicht einmal 1.000 Zuseher auf den Platz. Den Grund hierfür findet man in der niederschmetternden Wende der Entwicklung der Heimbilanz des "K-Teams":


2016/17 14 Sp 4S 7U 3N 17:10 + 7 19Pkt/1,35Pkt pro Spiel
2017/18 8 Sp 1S 2U 5N 6:19 -13 5Pkt/0,62Pkt pro Spiel

Das bedeutet, dass die Anhänger des Vienna Smart-Club heuer nach 8 Heimspielen schon um 9 Gegentreffer und 2 Niederlagen mehr sehen mussten als die vergangene gesamte Saison in 14 Partien in Dornbach. Der Punkteschnitt halbierte sich gegenüber dem Vorjahr.

Hier darf man nicht zur Tagesordnung übergehen, sondern sind Konsequenzen zu ziehen. Insbesondere sollte den Abonnenten, die vergangene Saison in der Hoffnung auf eine bessere sportliche Zukunft oft erhebliche Beträge spendeten, eine Gutschrift von 10% gewährt werden, die beim Kauf eines Abonnements für die nächste Saison eingelöst werden kann. Bei solchen Leistungen hat man die Eintrittspreise zu reduzieren ...


04. 11. 2017
Ein Sieg gegen Schwächat oder ein Flug mit der "Air Dornbach" ins Exil nach Deutschland

Wer ist noch schwächer als der Vienna Smart-Club: Schwächat! Fast könnte man meinen, dass die Saisonstrategie des "K-Teams" von vornherein auf dieses letzte Spiel der Herbstrunde abzielte. Nicht umsonst schwächte man die Schwächater im Sommer dadurch systematisch, dass man von ihnen so viele Spieler wie von keinem anderen Verein holte.

Nun ist man am Ziel angelangt. Der Gegner verlor 14 seiner bisher 15 Meisterschaftsspiele dieser Saison und würde - wenn es mit sportlich richtigen Dingen zugegangen wäre - als Absteiger der letzten beiden Spielzeiten längst nicht mehr in der Regionalliga spielen. Somit tritt der VSC am nächsten Freitag gegen einen Verein an, der höchstens über die Spielstärke eines besseren Mittelständlers der Wiener Stadtliga verfügt. Wahr ist, dass das "K-Team" in den vergangenen 12 Monaten selbst nur ein einziges Auswärtsspiel in der Meisterschaft gewann, aber der VSC trat in diesen 12 Monaten auch nicht auswärts in Schwächat an. Alles andere als ein Sieg in Schwächat wäre eine Blamage. Der Vienna Smart-Club blamierte sich zwar schon oft, aber hier würde man die "Mutter aller Blamagen" kennenlernen und gäbe ein solches Treffen für das gesamte "K-Team" Anlass, gleich nach dem Spiel vom Flughafen Schwechat aus mit der "Air Dornbach" nach Deutschland zu fliegen, um bei den Busenfreunden in Offenbach am Main um sportliches Asyl anzusuchen ....


29. 06. 2017
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