26. 05. 2018
Die finale Blamage

Das "K-Team" machte mit dem blamablen 2:2 gegen den Tabellenletzten Schwächat die schwächste Spielzeit in der Geschichte des "Fußball in Hernals" perfekt! Der Vienna Smart-Club landete sportlich gesehen auf einem Abstiegsplatz und erreichte dabei die wenigsten Zähler, den niedrigsten Punkteschnitt, die meisten Niederlagen sowie die schlechteste Tordifferenz seit dem Beginn der Teilnahme des "K-Teams" an der Regionalliga Ost! Der VSC, der am Beginn der Spielzeit den 5. Platz als Saisonziel genannt hatte, blieb sogar hinter der letztjährigen Bilanz unter Herrn Jank zurück, obwohl 2016/17 zwei Spiele weniger auszutragen waren als heuer. Die Herren Direktor Adolf Solly, Heinz Palme und Norbert Schweitzer vor den Vorhang .....


01. 2006/07 (Thalhammer/Kaipel
Batricevic/Kaipel) 30 17 8 5 70:26 59 Pkt./1,96 pro Sp.
02. 2004/05 (Segrt) 30 16 9 5 57:36 57 Pkt./1,90 pro Sp.
03. 2007/08 (Schöttel) 30 17 5 8 50:24 56 Pkt./1,86 pro Sp.
04. 2008/09 (Batricevic) 30 15 9 6 53:22 54 Pkt./1,80 pro Sp.
05. 2009/10 (Ristic/Kleer) 30 15 1 14 51:30 46 Pkt./1,53 pro Sp.
06. 2010/11 (Drazan/Radaj) 30 13 6 11 55:49 45 Pkt./1,50 pro Sp.
07. 2005/06 (Segrt/Thalhammer) 30 12 7 11 49:51 43 Pkt./1,43 pro Sp.
08. 2011/12 (Maresch) 30 11 10 9 48:51 43 Pkt./1,43 pro Sp.
09. 2013/14 (Kraft/Kaipel/Jusits) 30 11 5 14 48:55 38 Pkt./1,26 pro Sp.
10. 2014/15 (Jusits/Günes/Dr. Uhlig)30 10 7 13 53:55 37 Pkt./1,23 pro Sp.
11. 2012/13 (Maresch/Handl/Kraft) 30 10 6 14 51:51 36 Pkt./1,20 pro Sp.
12. 2003/04 (Webora/Müllner/
Dallos/Prügger
Kaipel) 30 8 10 12 39:43 34 Pkt./1,13 pro Sp.
13. 2015/16 (Reisinger) 30 7 8 15 37:54 29 Pkt./0,96 pro Sp.
14. 2016/17 (Jank) 28 5 13 10 30:33 28 Pkt./1,00 pro Sp.
15. 2017/18 (Direktor Solly/Palme/
Schweitzer) 30 7 7 16 39:62 28 Pkt./0.93 pro Sp.


25. 05. 2018
Erster Abgang steht bevor

Der Vernehmen nach wird Herr Florian König das "K-Team" verlassen ...


25. 05. 2018
Das Schlechteste kommt zum Schluss!

Auf Grund der guten Sicht vom Dornbacher Friedhof auf den Platz wird wohl die Mehrzahl der Zuseher beim Anpfiff des Spiels des "K-Teams" gegen Schwächat nicht unter den Lebenden weilen. Und der Rest? Der langweilt sich bis zum Schlusspfiff zu Tode ...

Nicht gut, nicht zum Totlachen? Na ja, Sie wissen, letzte Runde, alles muss raus! Zum Saisonabschluss noch der schlechteste Witz der Spielzeit: Zwei Funktionäre des "K-Teams" fahren zur Weltmeisterschaft nach Russland, um dort mögliche Verstärkungen zu beobachten. Die Aufmerksamkeit der "Fußballexperten mit langjähriger Erfahrung" fällt auf den gefinkelten kolumbianischen Mittelfeldspieler Sanchez. Sagt der eine Funktionär zum anderen: "Gut ist er schon, aber leisten werden wir ihn uns nicht können! Der verlangt neben seinem Gehalt sicher auch noch, dass wir ihm einen PKW zur Verfügung stellen. Der hat kein eigenes Auto!" Darauf der andere Funktionär: "Wieso glaubst Du das?" Sein Kollege: "Hast Du denn nicht gelesen, was beim Sanchez im Matchprogramm steht: Carlos!"


25. 05. 2018
Einer für die großen Spiele

In die Folklore Liverpools ging ein Tramway-Fahrer namens "Dixie" Sullivan ein. Dieser war ein Evertonian, also ein "Blauer". Er folgte seinem Verein mit solcher Begeisterung, dass man von ihm sagte, dass er so "blue" wäre, dass er eines Tages erfrieren könnte. Wenn Sullivan als Fahrer auf einer Linie eingeteilt wurde, die an der Heimstätte des Liverpool FC an der Anfield Road vorbeiführte, brachte er seine Straßenbahn stets direkt vor dem Stadion der "Reds" zum Stillstand. Dann spuckte er aus und setzte seine Fahrt fort. Was "Dixie" Sullivan mit dieser schlichten, vom Herzen kommenden Geste ausdrücken wollte? Wahrscheinlich positiven Support für den Erzrivalen: "Toi, toi, toi!"

Der von Mr. Sullivan geführte Spitznamen "Dixie" war eine Hommage an Ralph William „Dixie“ Dean. Gerecht wird der besonderen Geltung dieses legendären Mittelstürmers Evertons eine Anekdote aus dem 2. Weltkrieg, laut der ein italienischer Soldat bei seiner Gefangennahme durch die 8. britische Armee in der Wüste Afrikas zwei Engländer lautstark verflucht haben soll: Premier Winston Churchill und „Dixie“ Dean!

In der Saison 1926/27 stellte ein Stürmer der zweiten Leistungsklasse, George Camsell, mit unglaublichen 59 Meisterschaftstoren für Middlesborough einen „all time-record“ des englischen Liga-Fußballs auf. Vor der 42. und letzten Runde der darauffolgenden Spielzeit 1927/28 hatte "Dixie" Dean in der obersten Spielklasse für Everton 57 Treffer in folgender Sequenz erzielt:

1-1-1-2-1-2-2-2-5-0-3-3-2-0-2-0-3-0-1-2-0-2-2-2-0-1-0-3-0-0-0-2-2-1-2-1-2-4

Damit musste Dean im letzten Saisonspiel daheim gegen Arsenal am 05.05.1928 noch drei Mal treffen, um George Camsell zu überholen. Neun Minuten vor Schluss stand es 2:2. Dean hatte beide Tore des neuen Meisters Everton geschossen, aber auch eine ihn behindernde Zerrung erlitten. In der 81. Minute gab der Schiedsrichter Corner für Everton. Spielmacher Alec Troup flankte von links in den Strafraum, der Ball fand den Weg in Richtung des auf Höhe des rechten Torecks lauernden Deans. Dieser stand ungünstig, musste im Sprung in Rücklage gehen, legte dabei aber alle ihm innewohnende Kraft in den Kopfstoß. Deans Moment der Geschichte war gekommen, der Ball senkte sich zum 3:2, zu seinem 60. Saisontreffer für Everton ins Netz.

"Dixie" Dean blieb auch nach dem 05.05.1928 ein Stürmer-Phänomen. Ihm gelangen in Pflichtspielen nicht weniger als 43 Hattricks, in seinen ersten 199 Meisterschaftsspielen nicht weniger als 200 Treffer. Am Ende der Everton-Karriere „Dixies“ in der Saison 1937/38 hatte dieser in 431 Spielen in Meisterschaft und Cup insgesamt 399 Tore erzielt. Wer heute Liverpool und die blaue Seite des Stanley Parks - auf der anderen ist der Liverpool FC zu Hause - besucht, wird vor dem Goodison Park von dem in Stein gehauenen, auf einem Denkmalsockel stehenden Ebenbild „Dixies“ begrüßt. Sein Ende bot eine traurige Pointe: Am 01.03.1980 erlitt Ralph William „Dixie“ Dean, der größte Stürmer in der Geschichte der Merseyside, im Goodison Park als Zuschauer eines Derbys gegen Liverpool einen Herzinfarkt und starb er wenig später dort, wo er 52 Jahre zuvor mit dem dritten Tor gegen Arsenal einen bis heute bestehenden Torrekord aufgestellt hatte. Sein Freund Joe Mercer, selbst ein berühmter englischer Fußballer, zog zum Tod Deans das passende Resümee: „Das ist typisch Dixie. Er war immer einer für die großen Spiele!“


24. 05. 2018
"Gemma ASV 13!", 2. Teil: Der 1. Vizepräsident und sportliche Leiter des ASV 13, Herr Gerhard Frey, im Interview

Interviewer: Herr Frey, Sie sind Vizepräsident und sportlicher Leiter des ASV 13. Ihr Verein steht an zweiter Stelle der 2. Wiener Landesliga. Bisher war der ASV 13 noch nicht oft in der Wiener Stadtliga?

Herr Frey: Wir waren bisher nur einmal für zwei Saisonen in der Wiener Stadtliga.

Interviewer: Manche Vereine wollen aus wirtschaftlichen oder organisatorischen Gründen gar nicht aufsteigen. Wie ist das bei Ihnen? Wollen Sie wirklich in die Stadtliga?

Herr Frey: Der Sprung in die Stadtliga ist für uns kein großer. Das würde bei uns nicht viel verändern. Wir spielen ohnedies in erster Linie mit den Spielern aus dem eigenen Nachwuchs. Und ob wir mit diesen eine Liga weiter unten oder eine Liga weiter oben spielen, stellt für uns mehr oder weniger keinen Unterschied dar. Der wirkliche Sprung ist von der Stadtliga in die Regionalliga. Sowohl wir vom Verein als auch die Spieler wollen auf alle Fälle aufsteigen.

Interviewer: Der zweite Platz würde für den Aufstieg reichen, ist das richtig? Erklären Sie bitte einem Laien, warum das so ist?

Herr Frey: Genau, wir gehen davon aus, dass der zweite Platz reicht. Es steigt von der Regionalliga kein Verein in die Stadtliga ab und von der Stadtliga kommt ein Verein in die 2. Landesliga herunter. Folglich fehlen in der Stadtliga zwei Vereine und steigen daher von 2. Landesliga zwei Vereine in die Stadtliga auf.

Interviewer: Das klingt logisch, aber warum steigt aus der Stadtliga ein Verein ab? Warum ist das anders als in der Regionalliga?

Herr Frey: Das war früher immer ein Hin und Her, bleibt der Letzte der Stadtliga oben, steigt der Zweite der 2. Landesliga auf?! Der Wiener Fußballverband hat dann aber festgelegt, dass der Letzte der Stadtliga immer absteigen muss. Das wurde einmal festgelegt, vor einigen Jahren, und danach richten wir uns. Ich gehe davon aus, dass das auch heuer so ist.

Interviewer: Teilte man Ihnen das also von Seiten des Verbands für dieses Jahr noch nicht konkret mit? Oder haben Sie ein diesbezügliches E-Mail des WFV bekommen?

Herr Frey: Mitgeteilt hat es uns keiner, aber - egal mit wem man redet - jeder sagt, dass der Zweite sicher aufsteigen wird.

Interviewer: Sie liegen vier Runden vor Schluss mit vier Punkten Vorsprung, aber mit der eindeutig schlechteren Tordifferenz vor der übermächtigen Vienna. Befinden Sie sich in freudiger Erwartung auf den Aufstieg oder haben Sie Angst, weil Ihnen das blau-gelbe Monster auf den Fersen ist?

Herr Frey: Es ist so, dass viele Spieler schon beim Aufstieg vor vier Jahren dabei waren. Daher kennen viele Spieler die Situation. Es ist zwar eine Anspannung da, aber ich würde sagen eine positive Anspannung. Es gibt doch eigentlich nichts Schöneres für einen Fußballer, als wenn es um etwas geht. Oft geht es ja schon nach 20 Runden um nichts mehr. Du steigst weder auf noch ab. Beim letzten Aufstieg war ich noch als aktiver Spieler dabei und das war einfach super lässig. Wir freuen uns auf die restlichen vier Runden. Wir glauben gar nicht, dass wir an den Nerven scheitern werden. Ich bin mir sicher, dass die Mannschaft mit der nervlichen Belastung umgehen kann.

Interviewer: Ihre Auslosung ist gar nicht so schlecht. Der stärkste Gegner steht am 9. Platz, wenn ich mich nicht täusche?

Herr Frey: Der stärkste Gegner ist der LAC, sonst spielen wir genau gegen die Vereine, die in der Frühjahrstabelle ganz hinten sind. Die spielen aber andererseits alle gegen den Abstieg, was die Aufgabe natürlich nicht leichter macht. Die werden sich gegen uns entsprechend hineinhauen, aber das ist für den Fußball gut so.

Interviewer: Wäre es für Sie besonders bitter, wenn die Vienna mit Ihrer Regionalliga-Mannschaft noch an Ihnen vorbeiziehen würde?

Herr Frey: Das wäre insofern schon bitter, weil wir im Endeffekt das Opfer wären und das wäre fast ein bisserl unfair, weil wir eigentlich gegen eine Regionalliga-Mannschaft den Kürzeren ziehen würden. Die Vienna hat wahrscheinlich mindestens das zehnfache Budget wie wir, vielleicht ist das Verhältnis noch größer. Von dem her wäre es natürlich bitter! Aber noch haben wir es in der eigenen Hand!

Interviewer: Sie kämpfen also, könnte man sagen, gegen eine zehnfache Übermacht tapfer um den Aufstieg! Eine Niederlage können Sie sich leisten, ein weiterer Punkteverlust wäre auf Grund der Tordifferenz wohl das Ende für Ihre Aufstiegschancen?!

Herr Frey: Genau, wir müssen drei von vier Spielen gewinnen. Wir sind stärker als unsere restlichen Gegner, aber um zu gewinnen, müssen wir diese Spielstärke auch am Feld zeigen. Das wird natürlich in jedem einzelnen Spiel schwer und eine Herausforderung. Dessen sind wir uns bewusst. Aber wir wollen das durch unsere Kameradschaft schaffen. Es ist machbar, sagen wir so. Es wird spannend und das ist gut so.

Interviewer: Kommen alle Ihre Spieler aus dem eigenen Nachwuchs?

Herr Frey: Nein, 70% kommen aus dem eigenen Nachwuchs, die restlichen 30% sind Freunde von Spielern, die schon bei uns gespielt haben.

Interviewer: Dass es so gut läuft, ist das Ergebnis eines Plans oder weil einfach gerade eine besonders starke Generation aus dem eigenen Nachwuchs zur Verfügung steht?

Herr Frey: Na ja, es ist schon Ergebnis eines Plans. Wir haben vor zwei Jahren mit dem Wolfgang Fiala einen neuen jungen Trainer geholt, der so wie bei unserem ersten Aufstieg mit dem Christian Heidenreich die Spieler in der ersten Saison langsam in der zweiten Landesliga heranführen sollte. Dann wollten wir die Mannschaft im Sommer 2017 aus dem eigenen Nachwuchs und durch Freunde, Bekannte, die zu uns passen, ergänzen, um dann wieder um den Aufstieg zu spielen. Genau das haben wir gemacht! Jetzt sind wir oben dabei und hoffen, dass wir es schaffen!

Interviewer: Die Vienna ist ja wohl vor allem auch deshalb in der 2. Landesliga, weil sie die Vereine der Stadtliga im Sommer nicht mehr in ihrer Liga wollten. Die Vereine der 2. Landesliga hat man, nehme ich an, nicht gefragt?

Herr Frey: Genau! Uns hat niemand gefragt. Die haben einfach den Platz der 1b übernommen.

Interviewer: Herzlichen Dank für das Interview und viel Glück und Erfolg im Kampf um den Aufstieg!


23. 05. 2018
Herr Schinkels über den Trainer-Job in Dornbach und sein Kantinenverbot in Krems

Interviewer: Herr Schinkels, mir wurde berichtet, dass am Wochenende in der niederösterreichischen "Kronen-Zeitung" stand, dass Sie mit einem Wiener Regionalliga-Verein verhandeln. So viele Wiener Regionalliga-Vereine gibt es ja nicht: Stadlau wird es nicht sein. Austria II ist nächste Saison kein Regionalliga-Verein mehr. Bei Karabakh trainiert Herr Kleer. Rapid II kommt wohl auch nicht in Frage. Da bleibt ja nicht mehr viel über. Herr Schinkels, wollen Sie nach Dornbach?

Herr Schinkels: Da bleibt nicht viel über, stimmt. Aber ich tu noch nicht verhandeln. Wir haben uns nur, sagen wir, ogschnuppert.

Interviewer: Mit wem haben Sie sich "ogschnuppert"? Haben Sie sich mit Herrn Palme "ogschnuppert"? Oder verstehe ich das falsch?

Herr Schinkels: Das verstehen Sie falsch.

Interviewer: Wer war dann Ihr Ansprechpartner? Herr Kirisits, Herr Gössinger? Wenn ich so fragen darf: Wen beschnuppern Sie?

Herr Schinkels: Das ist nicht so wichtig. Das ist nicht wichtig, mit wem man sich oschnuppert. Es ist einfach so, dass ich auf Grund meiner Vergangenheit und auf Grund meines Jobs, den ich für die nächsten drei Jahre bekomme ...

Interviewer: Welcher Job ist das?

Herr Schinkels: Ich bin seit drei Wochen weg von der "Heute" und bin ab 1. Juni bei der "Österreich" und bei "Ö24", bei Herrn Fellner. Drei Jahre lang habe ich einen Vertrag und da bin ich natürlich viel in Wien. Mein Vater ist leider auch ein Pflegefall und ich kann nicht ins Ausland. Ich will aber unbedingt im Trainergeschäft bleiben. Es liegt mir und es taugt mir. Und ich habe natürlich unheimlich tolle Erinnerungen an ....

Interviewer: ... an Dornbach, Sie haben nur eine Saison gespielt, aber da waren Sie als Spieler wirklich sehr gut: 1986/87!

Herr Schinkels: Genau, mit Hans Krankl. Ich wurde da sogar gewählt als bester Spieler. Ich habe ja im Stadion gewohnt. Die Friedhofstribüne war meine Wohnung. Eine Wohnung war für den Karel ...

Interviewer: ... der Herr Karel, der Platzwart ...

Herr Schinkels: ... richtig, mit seiner Gattin und die andere Wohnung war für mich und meine Gattin und meine kleine Tochter. Ich liebe die Tradition, ich liebe diesen Legenden-Status. Sportklub ist einfach ein Verein, da würde ich nicht "nein" sagen im Trainergeschäft.

Interviewer: Was steht dann Ihrer Rückkehr nach Dornbach entgegen? Das Geld?

Herr Schinkels: Nein, da geht es überhaupt nicht um Geld. Der jetzige Trainer, der Schweitzer, kann sein, dass er weitermacht. Und das wäre dann für mich auch gut so.

Interviewer: Würden Sie ein sportlicher Direktor werden oder geht es nur um den Trainer-Job?

Herr Schinkels: Es geht nur um den Trainer.

Interviewer: Das heißt, Sie meinen, wenn Herr Schweitzer weitermachen darf, wird das nichts. Und wenn er nicht weitermachen darf, dann ergäbe sich eine Chance?

Herr Schinkels: Dann gibt es eine Möglichkeit, dass wir ins Gespräch kommen, ja.

Interviewer: Darf ich Sie nochmals fragen: Ist das so ein Geheimnis, mit wem Sie gesprochen haben?

Herr Schinkels: Ich habe mit einem Berater gesprochen. Ich weiß nicht, mit wem vom Verein er gesprochen hat.

Interviewer: Und der Berater gab Ihnen dann eine Rückmeldung?

Herr Schinkels: Ja, der hat gesagt, grundsätzlich sehr interessiert, aber sie haben vor, mit dem Schweitzer weiterzumachen. Das ist auch gut so. Ich bin von dem Berater gefragt worden, ob ich Interesse habe und ich habe gesagt: Ja! Und der Berater hat dann gesagt, man hält noch fest an dem Schweitzer. Und aus! Überhaupt kein Problem!

Interviewer: Herr Schinkels, eine andere Frage, wer gewinnt die niederösterreichische Landesliga?

Herr Schinkels: Ich glaube, dass Leobendorf die besten Karten hat. Die haben noch Retz und uns und damit alles in ihrer eigenen Hand. Ich sage einmal so, wir schlafen noch nicht, wir sind noch nicht eingeschlafen. Krems ist auf der Lauer und sonst hat die leichteste Auslosung Stripfing. Aber Du weißt selber, im Fußballgeschäft wird manchmal das Leichteste das Schwierigste! Das ist so, wie wenn man vor dem leeren Tor steht und man schiebt den Ball daneben. Aber jetzt habe ich eine Frage: Wie schaut es denn eigentlich aus bei Euch, ich bin kein Wiener Insider. Ich bin ein bissl außerhalb, in St. Pölten. Wie schaut es aus bei Euch im Verein? Wie ist es aufgeteilt? Wie seid Ihr aufgestellt?

Interviewer: Wie ist Krems aufgestellt? Sie verzeihen mir, aber ich finde es witzig, dass Sie als Trainer in Krems zwar auf der Bank, aber nicht in der Kantine sitzen dürfen? Ist es richtig, dass Sie Kantinenverbot haben?

Herr Schinkels: Na ja, was soll ich machen, wenn mein Obmann die Spieler nicht rechtzeitig auszahlt und ich bringe es als Trainer trotzdem zusammen, die Spieler top einzustellen und zu motivieren. Dann muss der Obmann nicht ein schlechtes Wort verlieren! Da werde ich bös! Ich bin 55 Jahre und bin überall Meister geworden oder habe sportliche Erfolge holen können. Ich will mit Leuten arbeiten, die das, was sie zusagen, auch einhalten. Und wenn dann ein Obmann mit mir redet über das Sportliche, dann muss er bei mir den Mund halten. Er muss rennen, Tombola-Lose organisieren, muss VIP-Mitglieder organisieren, muss Geld holen, dass meine Spieler bezahlt werden. Die sind wie meine Familie. Da stelle ich mich vor sie. Und deswegen habe ich Kantinenverbot, weil jedes Mal, wenn ich ihn sehe, muss ich ihm das unter die Ohren reiben. Durch solche Aktionen sieht man auch die Unerfahrenheit von einem gewissen Obmann. Ich bin der Meinung, Frank Stronach bringt 100 Millionen, da kann er ruhig einen Troyanski als rechten Verteidiger verlangen. Das ist legitim. Ob der Trainer das dann macht, ist etwas anderes. Aber ein Obmann, der nichts bringt für den Verein, der muss ruhig sein. Jeder hat seine Aufgabe. Du führst ja auch Deine Interviews mit Leidenschaft, mit Liebe, nehme ich an, und andere machen das nicht so und mischen sich in die Einkaufspolitik ein ..

Interviewer: Ich darf Sie beruhigen. Wenn Sie nach Dornbach kommen, mische ich mich nicht in Ihre Einkaufspolitik ein. Ich mische mich in überhaupt nichts ein. Ich störe niemanden. Ich führe nur meine Interviews. Das verspreche ich Ihnen, Herr Schinkels.

Herr Schinkels: Aber warum ist es beim Wiener Sportklub nicht möglich, an dem berühmten Strang zu ziehen? Das ist doch vom Publikum her, vom Legendenstatus, von der Tradition, das ist doch einmalig. Einmalig ist das, St. Pauli von Österreich! Genial! Schade!

Interviewer: Vielleicht liegt das daran, dass Hernals nicht an der Elbe liegt.

Herr Schinkels: Sportklub ist natürlich ein Verein, der steht schon ganz, ganz, ganz oben auf meiner Liste. Und ich würde gerne dort einmal Trainer sein. Weißt Du, was für mich als Spieler ein echter Höhepunkt war? Sturm Graz, 8:1, ich habe drei Tore vorbereitet und der Otto Konrad war im Tor.

Interviewer: Das Problem war damals, dass es sich um eine Schönwettermannschaft handelte. Wenn Sie sich erinnern, Herr Krankl schoss damals im Frühjahr 1987 im Mittleren Play-Off in 14 Runden 7 Tore. Das schaut auf den ersten Blick nicht schlecht aus. Aber davon schoss er eben 5 Tore gegen Sturm und 2 Tore gegen den LASK und dieses Spiel ging 2:3 verloren. Also hat der Sport-Club von seinen 7 Treffern nicht viel gehabt, weil gegen Sturm hätten wir auch so gewonnen.

Herr Schinkels: Stimmt. Der Hans war natürlich ein Traum, mit ihm in der Kabine zu sitzen, mit seinen Geschichten und Anekdoten. Aber wenn wir 3:2 gewonnen haben und er hat kein Tor geschossen, war er angefressen und wenn wir 4:2 verloren haben und er hat zwei Tore geschossen, dann war er glücklich.

Interviewer: Die Mannschaft war nach Namen zusammengestellt. Wir spielten mit drei Stürmern - Keglevits, Abfalterer, Krankl -, die alle nichts für für die Defensive taten. Wenn es gelaufen ist, ist es gelaufen und wenn nicht, dann eben nicht. Sie waren ein sehr offensiver Mittelfeldspieler, Herr Gasselich auch, dazu noch Herr Scheiber, Herr Reisinger. Hinten der de Greef ...

Herr Schinkels: Richtig, richtig. Die schönste Aktion, die erzähle ich oft bei meinen Vorträgen finanzkräftigen Menschen, das war, wie der Hannes Nouza gegen LASK auswärts in die Kabine gekommen ist. Der Eggenberger, der Trainer, hatte zum de Greef gesagt: "Walter, Du spielst nicht!" Und der de Greef hat sich beim Nouza beschwert, weil die waren gut miteinander. Und der Nouza ist daraufhin am Pöstlingberg oder wie das heißt, in die Kabine gekommen und hat gesagt: "Eggi, der de Greef spielt!" Und daraufhin hat der Eggenberger gesagt: "Ja, Chef, aber ich habe die Aufstellung schon bekannt gegeben und dann haben wir 12 Leut!" Und dann hat der Nouza gesagt: "Na, na, tu den Müllner raus, der hat eh von mir eine Tankstelle gepachtet!" Der Müllner war unser Kapitän, der immer ein Vorbild war, der immer voran gegangen ist. Das war genial! Weißt Du, was das Problem mit dem de Greef war? Der de Greef war Innenverteidiger bei Anderlecht. Der hat dort gegen die wahnsinnigsten Stürmer gespielt, zum Beispiel gegen den Steve Archibald von Tottenham. Die sind meistens mit einem Turban vom Platz gegangen, weil der de Greef hat sie abmontiert. Und dann ist er nach Österreich gekommen und beim ersten Training hat er die Stutzen über die Knie gezogen und hat geglaubt, er ist auf einmal kein Innenverteidiger mehr, sondern ein Spielmacher, weil er aus Belgien in das kleine Österreich kommt. Und das war der Fehler! Das ist genauso, wenn der Robert Pecl, kennst eh, mit der Nummer 10 auflaufen will. Geht nicht! Die müssen das machen, was sie eigentlich können! Aber so eine geile Zeit, auch familiär! Sobl, ein Kind, Abfalterer, ein Kind, Scheiber ein Kind, ich meine erste Tochter, das war sehr emotional! Wir haben wirkliche eine echte tolle Familie gehabt! Eine Zeit, nicht zum Vergessen!

Interviewer: Herzlichen Dank für das Interview, Herr Schinkels!


22. 05. 2018
"Hop auf, hop auf!"

Seit einem halben Jahr heißt es auf wienersportclub.com, der neuen Homepage des "K-Teams": "Hier entsteht etwas Neues, wienersportclub.com geht in Kürze online." Nun sind die Zeitbegriffe des "K-Teams", wie die Sanierung des Platzes zeigt, besondere. Trotzdem, in der letzten Woche der Saison schafft es die Jungmannschaft der wackeren Maiden und Burschen des "Fußball in Hernals" sicher, dass die Homepage endlich wirklich "in Kürze" online geht. Wohl nicht umsonst trägt der laut Ostliga-Magazin für die "Kommunikation" des "K-Teams" verantwortliche Herr Ludwig den selben Vornamen wie der flinke Schifahrer Marcel Hirscher. Vor zwei Wochen verlautete, dass es in den "nächsten Tagen" so weit wäre. Was Sie, was wir zum Gelingen beitragen können? Na ja, ein bisserl positiver Support kann nicht schaden! Also alle auf 1-2-3 im Chor: "Hop auf, hop auf ....."


22. 05. 2018
Auf der Flucht

An der Merseyside spielen nicht nur Everton und der Teilnehmer am Champions League-Finale Liverpool, sondern im Prenton Park auf der Halbinsel Birkenhead auch die Tranmere Rovers. Diese zeichneten in den 30er-Jahren für den vielleicht weitesten Weitschuss der Fußballgeschichte verantwortlich. Der Platz der Rovers war damals nach Westen Richtung Prenton Road noch nicht geschlossen. Dort warteten gegen Spielschluss immer Doppeldecker-Straßenbahnen, um die herausströmenden Besucher abzutransportieren. Mit Fred Groves besaßen die Rovers einen Mittelstürmer mit besonders hartem Schuss. Dieser verfehlte eines Tages kurz vor Spielende das gegnerische Tor. Der Ball flog über die Latte Richtung Prenton Road. Dort schlug er aber nicht auf der Straße, sondern durch ein offenes Fenster auf dem Oberdeck einer der wartenden "Trams" ein. Wenige Minuten später setzte sich diese samt Ball Richtung dem einige Kilometer entfernten Woodside in Bewegung. Dort trafen Straßenbahn und Leder guter Dinge ein und wurden sie herzlich empfangen. Noch nie war ein im Prenton Park getreter Ball so weit gekommen.

Was würde heutzutage ein Fußball dem Straßenbahnfahrer sagen, wenn er in Dornbach unter ähnlichen Umständen in einem 43er-Wagen Aufnahme fände: "Fahren´s bitte, so schnell Sie können und bleiben´s bis zum Schottentor bei keiner Station stehen. Ich bin auf der Flucht vor dem "K-Team" ...."


20. 05. 2018
Gemma ASV 13!!

Die Vienna rückte durch das 6:1 gegen Red Star Penzing einem neuen Vereinsrekord an meisten Saisonsiegen in ununterbrochener Reihe näher:


2. Klasse A des NÖFV 1918/19 Vienna 1. bis 14. Saisonspiel 14 Siege 72:8
2. Landesliga des WFV 2017/18 Vienna 16. bis 26. Saisonspiel 11 Siege 50:9

Die Döblinger liegen damit vier Runden vor Schluss mit einer um 17 Treffer besseren Tordifferenz weiter vier Punkte hinter dem Tabellenzweiten ASV 13, der mit einem 3:0 den erwarteten Sieg gegen den Tabellenletzten Rapid Oberlaa holte. Vienna tritt in einer Minimundus-Liga als Koloss von Gnaden der UNIQA auf. Das für die Spielklasse unangemessene Budget kann wohl nur dann finanziert werden, wenn die UNIQA einen Sponsorbeitrag leistet, der im Drittvergleich den objektiven Werbewert des Vereins in dieser Liga übersteigt. Es ist vorauszusetzen, dass die Vienna auch ihre restlichen vier Meisterschaftsspiele gewinnt. Umso mehr sympathisiert der Neutrale mit dem ASV 13, der sich seine derzeitige Position auf dem zweiten Aufstiegsplatz redlich verdiente. Das restliche Programm für die Hietzinger lautet:

26.05.2018 Helfort auswärts 11. Tabellenplatz 26 Punkte
02.06.2018 LAC daheim 9. Tabellenplatz 32 Punkte
09.06.2018 NAC auswärts 12. Tabellenplatz 25 Punkte
15.06.2018 Hirschstetten daheim 13. Tabellenplatz 24 Punkte

Gemma ASV 13!!


20. 05. 2018
Stripfing im Kampf um das "Erich Kirisits"-Derby in der Saison 2018/19

In der Niederösterreichischen Landesliga schlug der SV Stripfing St. Peter auswärts mit 2;1. Leobendorf gewann ebenfalls am Freitag auswärts gegen Rohrendorf 4:0 und Retz siegte gestern daheim gegen Ardagger 1:0. Die Runde ging an Leobendorf, das nunmehr die bis zum Saisonende beste Tordifferenz zu haben scheint. Leobendorf führt auf Grund dieser besseren Tordifferenz von +39 drei Runden vor Schluss vor dem punktegleichen Tabellenzweiten Retz (Tordifferenz: +26) und Stripfing, das mit zwei Zählern weniger und einer Tordifferenz von +26 an dritter Stelle liegt. Die Stripfinger müssen daher, um Meister zu werden, in den verbleibenden drei Runden Leobendorf um mindestens 3 Zähler und Retz um mindestens 2 Punkte distanzieren.

Das restliche Programm lautet:

Leobendorf:


26.05.2018 Retz daheim 2. Tabellenplatz 58 Punkte
02.06.2018 Gaflenz auswärts 7. Tabellenplatz 42 Punkte
08.06.2018 Krems daheim 4. Tabellenplatz 54 Punkte

Retz

26.05.2018 Leobendorf auswärts 1. Tabellenplatz 58 Punkte
02.06.2018 Kottingbrunn daheim 6. Tabellenplatz 43 Punkte
08.06.2018 Scheiblingk. auswärts 5. Tabellenplatz 47 Punkte

Stripfing

25.05.2018 Haitzendorf daheim 15. Tabellenplatz 22 Punkte
02.06.2018 Spratzern auswärts 16. Tabellenplatz 22 Punkte
08.06.2018 SC Zwettl daheim 12. Tabellenplatz 27 Punkte

Stripfing hat somit weiterhin den Nachteil des Punkterückstands von 2 Zählern und den Vorteil der nach der Papierform einfachsten Auslosung. Stripfing spielt noch gegen drei Vereine mit einem Punkteschnitt von insgesamt 0,87 Zählern pro Spiel, Leobendorf gegen drei Klubs mit einem Punkteschnitt von insgesamt 1,82 Zählern pro Spiel und Retz gegen drei Gegner mit einem Punkteschnitt von sogar insgesamt 1,90 Zählern pro Spiel. Allerdings haben die nächsten beiden Gegner von Stripfing in dieser Runde - Haitzendorf mit einem 3:2 gegen den Tabellenachten Waidhofen und Spratzern mit einem 4:0 gegen den Tabellenfünften Scheiblingkirchen - aufhorchen lassen. Als Besonderheit treffen Leobendorf und Retz am 26.05.2018 aufeinander. Wenn daher Stripfing nächste Runde siegt, liegt es in jedem Fall auf dem zweiten Tabellenplatz, im besten Fall bei einem Remis von Leobendorf und Retz punktgleich mit dem Tabellführer. Kommt es nächste Saison in der Regionalliga zum berüchtigten "Erich Kirisits"-Derby? Das "Orakel von Hernals" sagt weiterhin: "Nein, es geht sich nicht aus!" Schauen wir einmal, liebes Orakel .....


19. 05. 2018
"Wir kommen wieder ..."

Von Zeit zu Zeit melden sich alte Anhänger oder deren Witwen, die Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit dem Sport-Club abgeben wollen. Derartige Stücke sind oft Ausdruck einer jahrelangen Beziehung zum Verein und reichen von ausgeschnittenen Zeitungsartikeln bis zu gesammelten Autogrammen, Eintrittskarten oder anderen Zeugnissen der Anhänglichkeit zum WSC. Diese Woche war nicht zum ersten Mal eine alte Sport-Club-Fahne dabei, die in den 70er-Jahren auf der Tribüne an der Hernalser Hauptstraße geschwenkt wurde.

Auf Grund ihres soliden Holzstocks würde diese Fahne heutzutage wahrscheinlich als Hieb- und Stichwaffe gelten und beim Betreten eines Fußballplatzes abgenommen werden. Damals hielt sie ihr Träger auch im Angesicht der Übermacht von grün-weißen und violetten Flaggen fest in seinen Händen. Die alten Sport-Club-Fahnen ruhen im Archiv und träumen von ihren stürmischen Tagen am Platz, während dieser heutzutage von ganz anderen Bannern beherrscht wird. Was mögen sich unsere schwarz-weißen Fahnen des Nachts im sanften Zugwind zuraunen? "Wir kommen wieder .."


19. 05. 2018
"Aber mei Bua der fallt ..."

Derzeit steigt offenbar niemand ab: Niemand aus der obersten Spielklasse, niemand aus der 1. Division, niemand aus der Regionalliga! Damit wurde einer der wesentlichsten Grundregeln für Meisterschaften außer Kraft gesetzt. Der Weg in die Zukunft ist klar. Von jenen Vereinen, die nunmehr in die 2. Spielklasse aufsteigen, werden nur die Amateurteams der Bundesligaklubs wirtschaftlich bestehen können. Weder Horn noch Amstetten gehört in der 1. Division die Zukunft. In den nächsten Jahren werden mehr Vereine in die Regionalliga zurückfluten als aus ihr empor streben.

Die Aufstiegsrhetorik all jener, die dorthin wollen, wohin sie angeblich hin gehören, erinnert an Halbschuhtouristen am Fuße der Eiger Nordwand. Wie heißt es im Watzmann der Herren Ambros und Prokopetz: "Mit voller Wucht, haut´s den Buam in die Schlucht und man hört, wie´s weithin schallt, aber mei´ Bua der fallt, der fallt ..."


18. 05. 2018
Keine Baurbeiter ...

Das Talent, das das "K-Team" verkörpert, kommt unter anderem dadurch zum Ausdruck, dass dessen neue Homepage mittlerweile seit ungefähr einem halben Jahr "in Kürze" online gehen soll. Natürlich wird das irgendwann der Fall sein. Zuletzt war vor mehr als einer Woche von den "nächsten Tagen" die Rede. Aber dieses Projekt ist offenbar wieder einmal ein kleiner Schritt für die Menschheit, jedoch ein besonders großer für die Damen und Herren des "Fußball in Hernals". Noch nie haben in Dornbach so viele so langsam so wenig zustande gebracht, wie das heute der Fall ist.

Die Domain "wsc.at" wurde einst dem WSC zu dem Zweck übertragen, dass sie als Plattform zur Veröffentlichung von Nachrichten des Vereins dienen sollte. Mittlerweile ist diese Homepage unter der neuen Leitung des "K-Teams" so heruntergekommen, dass die letzten "news" vor mehr als einem Monat erschienen und drei der vier aktuellsten Berichte dem rauschenden Befinden einer Toilettenanlage gewidmet sind.

Hier verhält es sich dem Grunde nach nicht anders als wie bei der "Sanierung" des Platzes: Das eigentlich Erwähnenswerte ist nicht, dass es nach einem Jahr eine neue Fotomontage der längst neu zu errichten gewesenen Tribüne gibt und diese eines schönen Tages Wirklichkeit werden soll, sondern dass es gelang, die bereits für 2017 gewährte Förderung mangels Inangriffnahme der Bauarbeiten verfallen zu lassen. Statt den nunmehr seit weit mehr als 10 Jahren(!) angestrebten Weg der Renovierung endlich zu beschreiten, wurde eine Schnulze der "Bambis" zur Hymne des Dornbacher Scheiterns: "Nur ein Bild von dir"! Würde es sich nicht um einen seit 114 Jahren existierenden Fußballplatz handeln, für dessen Instandsetzung die Gemeinde Wien mangels anderer Widmung und Benützbarkeit wohl oder übel etwas unternehmen muss, wäre die Chance zur Verwirklichung des Projekts durch Säumigkeit vergeben worden.

Die einzige Baustelle, die es bisher in Dornbach gibt, ist das "K-Team" selbst. Auf dieser geht deshalb nichts weiter, weil keine Bauarbeiter, sondern Funktionäre tätig sind ....


17. 05. 2018
Die Fahrkarte für die erste Reise nach Madrid

Die erste - gar nicht geplant gewesene - Begegnung mit dem neuen Euro League-Sieger Atletico Madrid verdankte der WSC der spanischen Polizei. 1922 spielte der Sport-Club zu Weihnachten in Barcelona. Drei Mal sollte der Gegner nicht der CF Barcelona, sondern der C.D. Europa sein. Am 24.12.1922 schlug der WSC die Spanier 4:0. Am 25.12. führte C.D. in der zweiten Halbzeit 3:1. Dafür soll die Leistung des Schiedsrichters, eines Mitglieds der Heimmannschaft, verantwortlich gewesen sein. Er gab ein angeblich klares Abseitstor gegen den Sport-Club, ebenso zahlreiche ungerechtfertigte Freistöße für die Spanier und unterbrach „fast jeden Angriff“ des WSC wegen vermeintlichen Offsides. Die Europa-Spieler konnten dagegen laut dem nach Wien übermittelten Bericht stehen, wo es ihnen beliebte und machen, was ihnen passte. Kurz vor Schluss kam es zum Abbruch des Spiels: Torhüter Edi Kanhäuser fing den Ball und wurde daraufhin von einem Gegner unfair angegangen. Das war einem mit Säbel und Flinte im Dienst befindlichen Gendarm zu viel und rief er dem Europa-Spieler einige derbe Worte zu. Daraufhin sprang der Fußballer über die Barriere, die ihn von dem Polizisten trennte und schlug diesem mit der Faust ins Gesicht. Während der sich daraus entwickelnden "allgemeinen Prügelei" pfiff der Schiedsrichter ab.

Auf Grund dieses Vorfalls untersagte der spanische Verband das dritte Spiel gegen C.D. Europa und organisierte statt dessen ein Match gegen Atletico in Madrid. Mit einem „prachtvollen Luxuszug“ fuhr der Sport-Club am 26.12.1922 von Barcelona in die spanische Hauptstadt. Die Reise bot laut Bericht nichts Besonderes. Die Wiener empfanden die von ihnen auf Schienen durchquerte Gegend als „öde Steinwüste“. Umso beeindruckender dazu war der Kontrast „des glänzenden, lichtdurchfluteten Madrid mit seinen imposanten Palästen und dem nie versiegenden Menschengewoge in den breiten, luxuserfüllten Straßen“.

Die Folge der Improvisation der Reise bestand darin, dass niemand auf die Delegation aus Wien wartete, als sie um Mitternacht in der spanischen Hauptstadt ankam. Aus der Vielzahl der die Passagiere bedrängenden Hoteldiener wählte man willkürlich einen aus, geriet dadurch aber in eine „üble und ungemütliche Spelunke“. Glücklicherweise war der Besitzer „des sogenannten Hotels“ ein Mitglied von Atletico Madrid und so fand man wenigstens am anderen Tag den Weg zum Austragungsort des Spiels, zumal sich vom Gegner selbst niemand um seine Gäste kümmerte. Das Spielfeld war graslos, aber dafür „ziemlich groß und ganz eben“. Der Sport-Club schonte eine Vielzahl von Stammspielern und trat in folgender Aufstellung an: Edi Kanhäuser; Michalke (Lowak), Teufel; Patzak, Zankl, Braunsteiner II; Bauer, Hans Kanhäuser, Thimler (Michalke), Pammer, Giebisch.

Atletico Madrid soll sich insgesamt ein wenig schwächer als C.D. Europa erwiesen haben, besaß aber doch einige Spieler von außergewöhnlicher Klasse. Darunter war vor allem ein gefinkelter, technisch brillanter Mittelstürmer. Sein Spiel soll ihm dadurch erleichtert worden sein, dass ein der Dornbacher Überlieferung nach parteiischer Schiedsrichter seine Abseitsstellungen regelmäßig übersah. Aus solchen Positionen erzielte er in der ersten Halbzeit zwei Tore. Trotz der vielen Ersatzspieler war der Sport-Club in dieser ersten Hälfte überlegen, konnte aber seine Chancen nicht verwerten. Auf Grund eines Tors von Bauer stand es zur Pause immerhin nur 2:1 für die Spanier. Nach dem Seitenwechsel wurde der Sport-Club noch offensiver und schoss er durch Pammer und Giebisch Ausgleich und Führungstreffer, bevor Atletico der Ausgleich zum Endstand von 3:3 gelang.

Mit welchen Worten der spanische Polizist den Spieler des C.D. Europa am 25.12.1922 geschmäht hatte, ist unbekannt, für den WSC waren sie aber die Fahrkarte für seine erste Reise nach Madrid .....


16. 05. 2018
Die magische Grenze

Im gestrigen Spiel gegen Stadlau erreichte das "K-Team" zum ersten Mal in seiner Geschichte die magische Grenze von 60 Gegentreffern in einer Regionalliga-Saison.


01. 2007/2008 30 Spiele (K-Team) 24 Gegentore/0,80 pro Spiel
02. 2006/2007 30 Spiele (K-Team) 26 Gegentore/0,87 pro Spiel
03. 2016/2017 28 Spiele (K-Team) 33 Gegentore/1,10 pro Spiel
04. 2004/2005 30 Spiele (K-Team) 36 Gegentore/1,20 pro Spiel
05. 2015/2016 30 Spiele (K-Team) 37 Gegentore/1,23 pro Spiel
06. 2008/2009 30 Spiele (K-Team) 42 Gegentore/1,40 pro Spiel
07. 2003/2004 30 Spiele (K-Team) 43 Gegentore/1,43 pro Spiel
08. 2005/2006 30 Spiele (K-Team) 49 Gegentore/1,63 pro Spiel
08. 2010/2011 30 Spiele (K-Team) 49 Gegentore/1,63 pro Spiel
10. 2009/2010 30 Spiele (K-Team) 50 Gegentore/1,67 pro Spiel
11. 2011/2012 30 Spiele (K-Team) 51 Gegentore/1,70 pro Spiel
11. 2012/2013 30 Spiele (K-Team) 51 Gegentore/1,70 pro Spiel
13. 2013/2014 30 Spiele (K-Team) 55 Gegentore/1,83 pro Spiel
13. 2014/2015 30 Spiele (K-Team) 55 Gegentore/1,83 pro Spiel
15. 2017/2018 28 Spiele (K-Team) 60 Gegentore/2,14 pro Spiel


15. 05. 2018
Von 1860 München bis zum Euro League-Finalisten Atletico Madrid: Zuerst gefeiert, dann immer gefeuert ....

Der ehemalige Sport-Club-Spieler Max Merkel wurde am 07.12.1918 und damit vor 100 Jahren geboren. Lange vor seinem früheren Vereinskollegen bei Rapid Ernst Happel brachte er es zustande, mit drei ausländischen Vereinen Meister zu werden. Aber keiner dieser Titel brachte dem "goscherten" Wiener Glück:

- Mit 1860 München holte Merkel 1964 den Pokal, zog er 1965 in das Finale des Europacups der Pokalsieger (0:2 gegen West Ham United in Wembley) ein und gewann er schließlich 1966 die deutsche Bundesliga. In der darauffolgenden Saison wurde Merkel Opfer eines Spieleraufstands. Nach der 16. Runde weigerte sich die Mannschaft im Dezember 1966 als Ergebnis einer Abstimmung, weiter unter Merkel zu trainieren. Man warf Merkel seine öffentliche Kritik an den Spielern und falsches Training vor. Daraufhin brach der "Peitschenknaller" das Training ab. In der Autobiographie "Geheuert, gefeiert, gefeuert - Die bemerkenswerten Erlebnisse eines Fußballtrainers" schrieb Merkel über seinen Versuch, die Spieler zur Räson zu bringen: "Zum nächsten Spiel bestellte ich die gesamte Reservemannschaft zusätzlich zum Bus. "Wer nicht kommt, wird gefeuert!" erklärte ich meinen Stars. Gefeuert wurde ich." Beim 17. und letzten Spiel der Hinrunde gegen die Eintracht in Frankfurt saß Merkel ein halbes Jahr nach dem einzigen Titelgewinn in der Geschichte von 1860 München nicht mehr auf der Bank.

- Mit seinem nächsten Verein, dem 1. FC Nürnberg, wurde Merkel 1968 ebenfalls deutscher Meister. Monate später kann es wiederum zu einem Zerwürfnis mit den Spielern und im März 1969 musste Merkel auch vom "Club" Abschied nehmen. Dem 1. FC Nürnberg gelang in der Folge das in Deutschland einmalige Kunststück, in der auf eine Meistersaison folgenden Spielzeit aus der höchsten Spielklasse abzusteigen.

- Merkel übersiedelte nach Spanien und wurde nach einem Engagement beim FC Sevilla 1971 Trainer beim heurigen Euro League-Finalisten Atletico Madrid. Mit diesem Verein gewann Max Merkel 1972 den Cup und 1973 den spanischen Meistertitel. Wie lange er danach noch Trainer blieb? Nicht lange! Max Merkel berichtete: "Mich rief jede Woche ein Reporter aus Wien an: Heinz Prüller. Diesmal gratulierte er zum "Heferl". Und dann fragte er mich: "Wie geht´s?" Ich antwortete wahrheitsgetreu: "Beschissen! Ich habe die Nase voll. Jeden Tag eine andere Party. Ich bin froh, wenn ich wieder daheim in München bin." Dann kam endlich mein Heimaturlaub. Telefonat aus Madrid: "Kommen Sie sofort! Eine Katastrophe ist eingetreten. Max Merkel hat das spanische Volk, den Caudillo beleidigt!" Was war wirklich passiert? Die "Bild"-Zeitung hatte mein telefonisches Interview unter der Schlagzeile veröffentlicht: "Max Merkel hat von Spanien die Nase voll!"" Diesmal erlebte der arme Merkel als Trainer nicht einmal den Beginn der auf den Gewinn des Meistertitels folgenden Saison.

Beim "K-Team" kann einem Trainer all das nicht passieren. Im "Fußball in Hernals" gibt es niemals eine Saison nach dem Gewinn eines Meistertitels ...


12. 05. 2018
Die Banditen

Im "Kicker" vom 11.05.2018 erschien ein Interview mit Gustl Starek, der darin unter anderem noch einmal auf eine der skurrilsten Episoden seiner Karriere als Fußballer zurückkam. Es war am 21.11.1970 in der 2. Minute des Spiels Wacker Innsbruck gegen Rapid, als laut Herrn Starek im "Kicker" das Folgende geschah: "Nach einem Zweikampf geriet ich mit meinem Gegenspieler aneinander. Er würgte mich. Ich habe ihm eine gerieben. Ich wurde ausgeschlossen, er blieb drin. Diese Ungerechtigkeit wollte ich nicht begreifen. Ich setzte mich auf die Bank, hinter mir schimpften die Zuschauer. Da habe ich eine Arschbacke freigelegt und mit der Hand draufgeklopft Irgenwann kam die Polizei und führte mich in die Kabine. Ich wurde zehn Spiele gesperrt. .. Selbst auf der Skihütte haben mich schon Damen angesprochen: "Grüß Gott, Herr Starek! ich kenne Ihren Hintern." Aber das bilden sie sich ein. Außer meiner Frau kennt den niemand." Rapid verlor das Spiel am Innbrucker Tivoli 0:5.

Dem Sport-Club ging es bei den beiden Ausschlüssen von Herrn Starek als WSC-Spieler ungleich besser. Am 17.09.1978 wurde der "Schwarze Gustl" gegen Austria Salzburg in Dornbach beim Stand von 0:0 wegen übertriebener Höflichkeit des Feldes verwiesen. Er schilderte diese Begebenheit hier am 10.04.2006 wie folgt: "Ich bin in einen Steilpass gegangen. Der Linienrichter hat mich abgewachelt und meiner Meinung nach war des ka Abseits. Und i hob halt den Linienrichter .., ich hab eam eigentlich net gschimpft, ich hob ja gewusst, i derf ja net amoi a Schmpfwort sagn, sonst bin i jo glei weg, oder?! Aber i hob halt kritisiert. Ich hob halt rumgemosert und der Schiedsrichter kommt zu mir und gibt mir halt die gelbe Karte und ich verbeug mich und wie ich hochgeh´ mit´m Kopf, zeigt ma der die rote Karte! Oba was des Lustige war, wir warn ja net vorn, oba mit zehn Mann hamma mit 6:1 gewonnen. Nach dem Spiel hams mi g´häkelt und ham zu mir gsagt: "Gustl, lass di´ immer ausschließen, weil dann gwinn´ ma hoch."

Am 01.04.1979 kehrte August Starek gegen die Vienna auf der Hohen Warte zur Geste des 21.11.1970 am Tivoli zurück. Er schildete hier am 10.04.2006 diese Szene nach dem Ausgleich der Vienna zum 2:2 in der 64. Minute so: "Da hat mi der Pirkner verhöhnt, der Bandit. Er hat mir ins G´sicht gspuckt, der Depp." (Anmerkung: Herr Starek verwendete diese Bezeichnungen für seinen alten Spießgesellen Hans Pirkner nicht als Beschimpfungen, sondern liebevoll als milieubedingte Zärtlichkeiten.) "Was der Pirkner zu mir gesagt hat, das ist net durckreif. Aber wir waren Kopf an Kopf und er spuckt mir auf einmal ins Gesicht. Und der Schiedsrichter steht a Stückl daneben und i hab ma dacht, des gibt´s ja gar net, was soll i jetzt tuan? I war irgendwie paralysiert. Am liebsten hätt´i earm ane obeghaut, heast, der spuckt ma mitt´n ins Gesicht! Also unglaublich, net? Dann war a Freistoß und der war ziemlich weit weg und unser Tormann hat gsagt, machts a Mauer. Und i hab gsagt, oba wos, wegen dem Deppn brauchts jo ka Mauer machen, weil der Pirkner hätt´ ja schiaßen solln. Und der schiaßt und macht a Tor! Na bumm! I bin aber zruckgangen zur Mittellinie und er is immer hinter mir hergangen und hat mi von hinten immer ghäkelt. Und i hob mi net umdraht und er is sogar über die Mittellinie gangen und tuat dort weiterschimpfen. Und i tua halt die Hosen obe und tua ma aufn Popsch klopfen. Ich hob mi net amoi zu earm umdraht. Kommt der Schiedsrichter zu mir und schließt mi aus und sagt, i hob dem Publikum den Oarsch zeigt. Derweil war des für den Pirkner, weil er mi so gehöhnt hat, was soll i mit´m Publikum?" Wie das Spiel ausging? Durch ein Tor von Larionows in der 88. Minute gewann der WSC trotz Unterzahl mit 3:2. Offenbar war es, wenn sich Herr Starek verbeugte oder seine Hose lüftete, so, dass ein Ruck durch die Sport-Club-Mannschaft ging und sie den "Banditen" mehr als den Hintern zeigen wollte .....


28. 04. 2018
Ein Formular zur freien Verwendung der Funktionäre des "K-Teams"





27. 12. 2017
Danke, Herr Raml!

In dem aktuellen Artikel auf www.wienersportklub.at ist auch folgender Satz über die Entwicklung seit Juni 2017 zu lesen, mit dem das "K-Team" selbst die Folgen der "Rückführung" zugibt: "Die Zielsetzung, den Weg zur Gesundung des WSC mit langfristiger Perspektive gemeinsam zu beschreiten, wurde aber auch in schwierigen Phasen nie aus den Augen gelassen."

Der WSC war bis zum 19.06.2017 pumperlgesund, nämlich schuldenfrei, und wurde erst durch die sogenannte "Rückführung" mit einem Schlag krank, nämlich verschuldet. Danke, Herr Raml ...


26. 11. 2017
"Wir pfeifen auf uns selbst!"




Am 20.11.1993 führten die Anhänger auf der Friedhofstribüne anlässlich des Meisterschaftsspiels gegen Austria Salzburg die Aktion "Wir pfeifen auf diesen Vorstand!" durch, mit der sie gegen die Amtsführung der damaligen Vereinsleitung des Wiener Sport-Club protestierten. Es darf davon ausgegangen werden, dass an diesem Freitag-Abend auch die heutigen Funktionäre des "K-Teams" Frau "Kassiererin" Schulz, Herr "Präsident" Raml und Herr "Vizepräsident" Kaider eine der vor dem Match verteilten 100 Trillerpfeifen im Mund hatten. Es wäre an der Zeit, dass sich Frau Schulz und die beiden Herren wieder an einer solchen Demonstration beteiligen. Als Parole der Kundgebung stünden dieses Mal folgende Leitsätze zur Auswahl:

1. "Wir pfeifen auf uns selbst!"

2. "Wir pfeifen aus dem letzten Loch!"

3. "Wir tanzen nach fremder Pfeife!"


14. 11. 2017
Herr Baumeister Tromayer meldet sich zu Wort

Nachstehend die unkommentierten Aussagen von Herr Baumeister Tromayer über seine persönliche Sicht zur aktuellen Entwicklung:

Zur Lage: "Mich wundert als Außenstehender die Lage im Verein und habe echte Sorgen, dass - wenn nicht bald ein Umkehrschwung kommt - der Verein echt abschmiert. Diese große Sorge habe ich. Ich habe keine Informationen von meinen Ex-Mitarbeitern erhalten. Es dürfte ein Sprechverbot ausgegeben worden sein. Warum, weiß ich nicht, ich bemühe mich aber auch nicht um Informationen. Ich kann nur sagen, dass ich den WSC mindestens ein halbes Jahr vorher gewarnt habe, den Verein in dieser Größe und Umfang aus der Hand zu geben. Ich habe vorausgesagt, dass das nicht funktionieren wird, ich habe vorausgesagt, dass sich die Vienna Smart Contructing nur marketingmäßig bemühen wird, um Geld durch Sponsoren zu lukrieren. Das habe ich alles vorausgesagt. Einen Verein in diesen Positionen aus der Hand zu geben, das kann nur schieflaufen. Ich habe auch gewarnt, dass die Verträge nie fertig geworden sind, bis zum letzten Tag nicht, die Verträge waren nie fertig. Ich habe noch einmal darauf hingewiesen, Leute, dass kann man so nicht unterschreiben, wenn Beilage B und C überhaupt fehlen, wie soll man das unterschreiben? Aber die haben das einfach gemacht! Ich kenne die Leute, die heute das Sagen haben und mich wundert, dass die Leute, die ich links liegen habe lassen, dort eine führende Position innehaben. Der Herr Orner ist für mich der Hauptverantwortliche für die ganze Misere, samt seinem Anhang. Mehr will ich dazu nicht sagen."

Zu den Planern: "Es gibt einen Auftrag an die Planer, den gibt es auch in Schriftform. Sie werden klagen, ganz logisch. Das sollte Herr Orner wissen. Nur, wer soll ein solches Verfahren bezahlen? Es ist ja nur fair und billig, dass die Leute, dir mir drei oder sogar vier Jahre fast täglich geholfen haben, dass sie - wenn die Subvention da ist, wenn das genehmigt ist durch den Gemeinderat - auch den Auftrag von A bis Z haben. Die können ja auch was. Sie sind selbstverständlich mit den kompletten Leistungen beauftragt, das steht auch schriftlich. Ich hatte die Leute hinbekommen, dass für den Fall, dass wir wider Erwarten keine Subvention bekommen, dass sie kein Geld erhalten. Da habe ich Ihnen gesagt: "Leute, dann kann ich Euch kein Geld zahlen". Das haben sie mir auch bestätigt. Wir haben aber eine Subvention bekommen. Rapid hat meines Wissens, mir ist das aber nicht bestätigt, für die Vorbereitung allein 2 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Ich habe im Vorhinein null Euro ausgegeben. Diese Planer sind auch bei der MA 51 mehrfach stellig geworden. Ab dem Zeitpunkt der Genehmigung der Subvention sind die Planer für alle Leistungen von A bis Z beauftragt gewesen, nämlich für Planeinreichung bei der Baubehörde, Bauaufsicht, Kontrolle der Abrechnung, etc.. Aber ihre gesamten Kosten sind gedeckelt. Das heißt, sie bekommen unabhängig vom Umfang der Leistungen und dass sie vier Jahre jetzt gehackelt haben, keinen einzigen Euro mehr als vereinbart. Fairer kann ich es eigentlich nicht verhandeln."

Zu den gelegten Rechnungen: "Die gelegten Rechnungen sind längst fällig! Es gibt eine Rechnung von den Planern, es gibt eine Rechnung vom Vermesser, es gibt eine Rechnung über die Durchrechung von Kubik- und Quadratmetern und es gibt eine Rechnung über eine Machbarkeitsstudie von Herrn Dr. Binz. Alle diese Rechnungen über Vorleistungen sind in der Förderung inkludiert. Die Rechnungen sind schon gelegt und sind überfällig! Dabei handelt es sich um eine Anzahlung, sonst gar nichts. Branchenüblich sind für solche Leistungen bei fertigen Bauwerken zwischen 14 % und 18 % von der Bausumme. Da ist der Statiker, der Planer, die Bauaufsicht, der Abrechner, der Vermesser drinnen und und und. Da gibt es jetzt einmal eine erste Teilrechnung der Planer über ca. EUR 100.000,--. Die ist jetzt einmal zu bezahlen. Das ist aber alles kein Problem, weil ich ja als erste Tranche der Subvention für 2017 auf meinen Antrag EUR 570.000,-- zuzüglich Mehrwertsteuer beantragt und genehmigt bekommen habe. Dieser Betrag wäre schon im Juni/Juli dieses Jahres abzuholen gewesen. Warum EUR 570.000,--? Weil ich mir die Zahl EUR 570.000,-- einfach so eingebildet habe. Ich habe gesagt, ich brauche jetzt nur ca. EUR 150.000,--, um das Bisherige zu bezahlen, aber ich habe das Geld lieber bei mir am Konto liegen, wenn ich es brauche. Auszahlen kann ich es ohnedies nur mit der Genehmigung der Gemeinde nach Prüfung durch einen Ziviltechniker. Ohne die Unterschrift des Prüfers kann ich ja ohnedies gar nichts auszahlen. Nur, wenn der Verein das Geld nicht abholt, fürchte ich, dass das Geld verschwindet, weil es ja im Budget für heuer vorgesehen ist. Die ersten Zahlungen kann man bereits vor Beginn der Arbeiten für die bis dahin erbrachten Planungs- und Vorbereitungsarbeiten leisten. Dieses Geld braucht man also, um alles in Gang zu bringen. Meiner Ansicht nach rufen sie das Geld deshalb nicht ab, weil sie für die Aufgabe einfach zu schwach sind. Tut mir leid! Ich habe keine andere Erklärung. Wenn jemand sein eigenes Süppchen kocht und glaubt, er kann zu ganz anderen Planern gehen und glaubt, er kann die von mir beauftragten Planer nicht einmal negieren, sondern links liegen lassen, dann darf er sich nicht wundern, wenn die einmal zu klagen anfangen, und das mit Recht!"

Zur Haftung des WSK: "Formal ist es so, dass die Zusage der Förderung unkompliziert auf den WSC umgeschrieben werden kann. Der WSK haftet null, weil die abgeschlossenen Vereinbarungen wurden vor der Fusion alle angegeben und der WSC kann sich nicht die Rosinen rauspicken. Man hat mich totgestellt, ich habe keine Handhabung mehr gehabt. Man hat mir diese Arbeit, die ich gemacht habe, abgestellt. Dadurch hat man mir die Chance genommen, dass ich das Geld abhole. Eines ist klar: Die MA 51, das Sportamt, wir hatten zuletzt ein wahnsinnig gutes Verhältnis und natürlich sind Förderungsgelder auch eine Vertrauenssache: Wer steckt dahinter? Was soll also das Sportamt machen, wenn jetzt auf einmal lauter neue Gesichter da sind und alles bisher Dagewesene in Frage gestellt wird? Dann wird die 51er sagen: Moment, dann warten wir einmal."


29. 06. 2017
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